[>>]

Samstag, 14. Oktober 2006

Misstrauen ist der Anfang vom Ende

Hallo alle zusammen,
bekanntlich heisst es:

'Vertrauen ist der Anfang von allem'.

Aber... es heisst auch:

'Misstrauen ist der Anfang vom Ende'.

Und da ist was dran...

Man hat mir neulich anderswo vorgeworfen, ich sei zu leichtgläubig...

Da kann ich nur sagen:
Die Person, die das sagte, hat keine Ahnung von mir...

Ich bin weder leichtgläubig noch dumm... und mir ist sehr wohl klar, daß man nicht jedem glauben, nicht jeden trauen darf... aber wo käme ich denn hin, wenn ich deswegen jedem misstrauen würde...???

Klar... auch ich bin manchmal von vorne herein misstrauisch... wenn Politiker Wahlversprechen machen beispielsweise... wenn Strommanger erklären, daß sie leider leider schon wieder die Preise erhöhen müssten, trotz Milliardengewinne und daß Atomkraft sicher sei und die Kraftwerke darum weiter laufen müssten, damit wir auch weiter billigen (!!!) Strom hätten... oder wenn mir irgendjemand etwas verkaufen will...
Bei solchen Dingen weiss jeder, daß Misstrauen nur zu angebracht ist... aber doch nicht ständig im persönlichen mitmenschlichen Umgang!

Da hat jeder Mensch, dem man begegnet, es verdient, daß man ihm zuerst einmal glaubt, daß man ihm nicht von vorne herein misstraut... bis er einem beweisst, daß er diesen Vertrauensvorschuss nicht verdient hat... was leider immer mal wieder vorkommt...
Das finde ich zumindest...

Das hat rein gar nichts mit Leichtgläubigkeit zu tun... zu wissen, daß es schlechte Menschen gibt in der Welt... aber das nicht zu verallgemeinern... sondern trotzdem Vertrauen zu schenken...

Nur wenn es um viel geht... dann sollte man schon ein wenig vorsichtiger sein... alles andere wäre dumm...
Aber eben nur dann...
Ansonsten sollte gelten: 'soviel Vertrauen wie möglich', finde ich...

Damit bin ich immer gut gefahren...

Und zufällig kann ich hier schon wieder auf Gandhi zurückkommen, der meinte:
*Vertrauen macht klug: Wer einem Menschen vertraut, kann diesen intensiver kennenlernen und so seine Menschenkenntnis verbessern indem er erfährt, ob dieser sein Vertauen verdient, oder nicht... während der Misstrauische den Kontakt frühzeitig abbricht und so diese Lernerfahrung nie macht.
*Misstrauische Menschen kann man leichter täuschen:
Kriminalistische Erhebungen haben gezeigt, daß misstrauische besonders leicht Opfer von Betrügern werden, weil sie einfach nur misstrauisch... aber nicht umsichtig sind...
*Wer anderen vertraut, der vertraut auch sich selbst:
Oder anders herum gesagt: Derjenige, der sich selber für gut und vertrauenswürdig hält... der ist auch in der Lage dieses Eigenschaften in anderen Menschen zu sehen.
Wer dagegen selber ein schlechter Mensch ist... der hält auch alle anderen für schlecht...
*Vertrauen schafft Vertrauen:
Wer anderen sein Vertrauen schenkt... der bekommt das fast immer auch von ihnen zurück...
Das ist eine Erfahrung, die ich auch immer wieder machen durfte...
*Mit Vertrauen zeigt man seinen Mut:
Nur wer keine Angst vor seinen Mitmenschen hat, der kann ihnen vertrauen... Und diese Stärke spürten die Mitmenschen und respektieren sie...
*Vertrauen macht das Leben leichter:
Das Leben ist eine komplizierte Sache... und das bedeutet, daß es unmöglich ist alles zu überprüfen und zu kontrollieren... Der Versuch ist zum Scheitern verurteilt... Wer das versucht vergeudet seine Kräfte... Wer dagegen anderen Menschen vertrauen kann, der musss gar nicht alles selber kontrollieren...
*Vertrauen spart Zeit:
Misstrauen kostet Zeit... wenn man sich dauernd damit beschäftigt, welche finsteren Pläne die anderen Menschen nun schon wieder gegen einen schmieden könnten... das ist ebenso unproduktiv wie zeitaufwendig...

All dem kann ich nur voll und ganz zustimmen...
Und wie gesagt, ich bin immer gut gefahren damit sooft wie möglich zu vertrauen...

Nur ganz selten wurde dieses Vertrauen missbraucht...

Und selbst wenn... dann hatte sogar das noch sein Gutes...

Nehmen wir doch beispielsweise mal den 'Fall F'...
Auch da bin ich keineswegs leichtgläubig an die Sache herangegangen... sondern hatte durchaus Zweifel, ob er es wirklich ernst mit mir meint, ob das dann auch noch nach der Operation der Fall sein würde usw...
Und obwohl ich mir nicht sicher sein konnte, war ich trotzdem bereit ihm zu vertrauen... ganz bewusst zu riskieren, daß es schief geht... und bin in diesem Fall von F leider tatsächlich getäuscht und enttäuscht worden...
Einer der seltenen Fälle, wo jemand mein Vertrauen nicht verdient hatte...
Aber letztlich habe ich dabei nichts verloren... sondern für mich sehr wichtige Erfahrungen gemacht... die ich nie gemacht hätte, wenn ich misstrauisch gewesen wäre...

Manchmal, vor allem, wenn es um viel geht, kann misstrauen nicht nur angemessen, sondern sogar sehr wichtig sein...

Aber meisstens ist Vertrauen besser als Misstrauen...

Wer zuviel misstraut, der wird einsam... und bestimmt nicht glücklich...

'Vertrauen ist der Anfang von allem' und 'Misstrauen ist der Anfang vom Ende'... wie wahr!

Viele Grüße

Aurisa
581 mal gelesen

'Der Pechkübel wird gleichmässig über allen ausgeschüttet...'

Hallo alle zusammen,
neulich habe ich hier ja schon mal was dazu geschrieben, daß amerikanische Wissenschaftler herausgefunden haben wollen, daß Glück und Pech bei allen Menschen weitgehend gleich verteilt seien...
Da das Thema bei euch großen Anklang gefunden habe, wollte ich dazu noch mehr schreiben...

Gandhi war übrigens auch dieser Meinung und soll etwas im Sinne von: 'Der Pechkübel wird gleichmässig über allen ausgeschüttet' gesagt haben...
Er meinte, es gäbe bei den Menschen keinen großen Unterschied, in der 'Menge' an Glück und Unglück die ihnen widerfährt... wohl aber darin, wie sie darauf reagieren würden...

Aber zurück zu der Untersuchung der amerikanischen Wissenschaftlern...
Leider weiss ich nichts genaues darüber... ich habe nur aus zweiter Hand aus einem Buch darüber erfahren...
Es wäre schon interessant, wie diese Wissenschaftler, zu dem Ergebnis gekommen sind... welche Fragen sie gestellt, welche Untersuchungen sie angestellt haben, wie sie was bewertet haben usw... Nur dann könnte man beurteilen, ob diese Ergebnisse seriös sind... oder doch eher zweifelhaft...

Jemand hat mal geschrieben:
'Wenn ich jemand verarschen will, dann sage ich: 'Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt...''

Und da ist was dran... Nicht jede wissenschaftliche Studie ist das Papier wert, auf das sie gedruckt wird... Wenn man die falschen Fragen stellt, bekommt man auch die falschen Antworten...
Andere Studien stellen zwar die richtigen Fragen, sind aber aus anderen Gründen nicht aussagekräftig... beispielsweise weil die untersuchte Gruppe zu klein war...
Und dann gibt es noch die Studien, wo es den Machern von vorne herein auf ein bestimmtes Ergebnis ankommt... oder wo sogar schlicht und ergreifend die Ergebnisse gefälscht werden...

All das will ich dieser Studie nicht unterstellen... aber ich wollte doch klar machen, daß nur weil irgendwelche Wissenschaftler irgendetwas herausgefunden haben wollen, das noch lange nicht richtig sein muss...

Gibt es also tatsächlich eine 'Demokratie der Schicksalsschläge', wie diese Wissenschaftler meinen...?

„Wenn eine Person viele negative Erfahrungen macht, dann hat sie mit großer Wahrscheinlichkeit gleichzeitig auch positive Erlebnisse und umgekehrt“, heisst es da...

Es gäbe also weder ausgesprochene Pechvögel, noch Glückspilze...

Dabei ist wichtig, daß diese Untersuchung (nur) besagt, daß der QUOTIENT von Glück und Pech bei allen Menschen ähnlich ausfallen würde...

Das bedeutet, daß wenn ein Mensch ein aktives Leben führt, viele Risiken eingeht und viel tut, dann passiert ihm mehr positives... aber auch mehr negatives im Leben als denjenigen, die passiv sind, nur wenige Risiken eingehen und wenig tun...

Das VERHÄLTNIS von Glück und Unglück zueinander soll demnach immer ungefähr gleich sein... nicht die abolute Anzahl von Glücks- und Unglücksmomenten...

Mehr weiss ich leider nicht über diese Studie...

Also... kann das stimmen, daß Glück und Unglück weitgehend gleichmäßig verteilt sind... wo es in der Welt doch so offensichtlich ungerecht zugeht... und es soviel Ungleichheit gibt...?

Sehen wir uns das erstmal unter statistischen Gesichtspunkten an...

Da gibt es ja bekanntlich die sogenannte Normalverteilungskurve, die ungefähr wie eine Glocke aussieht.
In der Mitte liegt ist sie am höchsten, d.h. dort ist in unserem Fall die Stelle des durchschnittlichen Glücks und Pechs (dafür bräuchten wir genau genommen zwei Kurven, aber das würde jetzt wohl zu weit führen...).
Nach rechts und links wird die Kurve immer flacher, d.h. dort 'sitzten' auf der eine Seite die Glückspilze und auf der anderen Seite die Pechvögel... von denen es daher immer nur vergleichsweise wenige geben kann... je extremer ausgeprägt das Glück oder Pech, desto weniger... und den Menschen der immer nur Glück oder immer nur Pech hat... den kann es wohl gar nicht geben...

So gesehen MÜSSTE es eigentlich sogar aus mathematischen Gründen Glückspilze und Pechvögel geben...
Allerdings... so ein Menschenleben dauert normalerweise mehrere Jahrzehnte... und im laufe des Lebens gibt es sehr viele Glücks- und Unglücksmomente...
Und je mehr Glücks- und Unglücksmomente es geben kann... umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß diese sich auf ein durchschnittliches Mittelmaß einpendeln...

Probiert es aus...
Wenn ihr einmal einen Würfel werft, dann ist die Wahrscheinlichkeit 1/6, daß ihr eine 6 (für Glück) oder eine 1 (für Pech) werft...
Aber jetzt versucht mal 10 mal hintereinander eine 6 (oder eine 1) zu werfen...
Das wird euch kaum gelingen...
Und wenn ihr versucht 100 mal hintereinander eine 6 zu werfen... das ist ziemlich aussichtslos...
Immer nur Glück oder immer nur Pech... das geht also statistisch nicht... denn so ein Leben hat sicher (fast) unzählige Glücks- und Unglücksmomente...

So gesehen kann es statistisch gesehen tatsächlich keine extremen Glückspilze und Pechvögel geben... weil die Normalerverteilugskurve durch die große Zahl der Glücks- und Unglücksmomente in einem Leben sehr schmal wird...
Insofern ist diese Untersuchung dann wahrscheinlich sogar richtig... wenn sie besagt, daß das Verhältnis der Glücks- und Unglücksmomente bei allen Menschen ungefähr gleich ist...

Aber... das ist wohl allenfalls die halbe Wahrheit...

Erstmal ist die Rede vom Glück und Unglück IM Leben... von den Startbedingungen in's Leben war keine Rede... und daß bei denen Glück und Unglück mehr als nur ein wenig ungleich verteilt sind... das kann ja wohl niemand bezweifeln, der nicht gänzlich blind ist...

Und dann war da vor allem von Glücks- und UnglücksMOMENTEN die Rede... wovon NICHT die Rede war, war von der Größe oder Kleinheit des jeweiligen Glücks- oder Unglücksmoment...

Wenn also der Manager eines Weltkonzerns erfährt, daß er dieses Jahr leider keine 8 sondern nur 4 Millionen Euro verdienen wird... dann ist das für diesen sicher EIN Unglücksmoment...

Wenn der Kleinverdiener erfährt, daß er einen seiner beiden Minijobs verliert und darum jetzt keine 800 sondern in Zukunft nur noch 400 Euro im Monat verdient... dann ist das auch EIN Unglücksmoment...

So gesehen haben beide gleich viel Unglück... rein statistisch...

Daß da aber in Wirklichkeit Äpfel mit Birnen verglichen werden... das muss ich wohl nicht erst extra begründen...

Für den Manager bedeutet dieser Unglücksmoment beispielsweise, daß er sich jetzt doch keine neue Superluxusjacht leisten kann dieses Jahr... für den Kleinverdiener bedeutet es, daß er nicht weiss, wovon er in Zukunft leben soll...

Es stimmt eben immer noch: Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!

Diese Untersuchung mag rein formal korrekt sein... gut möglich, daß rein quantitativ alle Menschen ein fast identisches Verhältnis von Glücks- und Unglücksmomenten erleben...
über die QUALITÄT, die Größe des Unglücks besagt das aber rein gar nichts!

Zumindest Gandhi hat aber mit einem recht:
Entscheidend ist, wie wir mit dem Glück und Unglück umgehen, das uns widerfährt!

Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle wie groß oder klein, wie viel oder wie wenig das ist...

Es liegt an uns... ob wir in unserem Unglück verharren... oder das Beste daraus machen...

Viele Grüße

Aurisa
536 mal gelesen

Freispruch!

Hallo alle zusammen,
kennt ihr den:

Meint ein Computerspezialist zum anderen:
'Wir haben es geschafft unseren Computer menschlicher zu machen – wenn er einen Fehler macht, dann schiebt er die Schuld dafür einem anderen Computer zu!'

Ja... das ist wohl ganz typisch menschlich... anderen die Schuld für die eigenen Fehler zu geben...
Davon ist wohl niemand ganz frei... auch ich nicht...

Kein Wunder, schließlich bietet dieses Verhalten ganz handfeste Vorteile:
1.Wenn jemand anderes schuld ist, dann bin ich unschuldig... dadurch schütze ich mein Selbstwertgefühl vor der Verletzung durch das Gefühl versagt zu haben...
2.Falls es mir erfolgreich gelingt jemand anderes die Schuld zuzuschieben, dann muss dieser auch eventuelle negativen Konseqenzen, Strafen u.ä. tragen...

Allerdings... beliebt macht man sich damit nicht gerade bei dem, dem man die Schuld zuschiebt...
Und bei denjenigen, die das mitbekommen und durchschauen wird man auch nicht gerade in ihrer Achtung steigen...
Außerdem... wenn man einen eigenen Fehler leugnet, indem man die Schuld daran jemand anderes zuschiebt, nimmt man sich auch die Möglichkeit daraus zu lernen... und wird diesen Fehler darum eventuell immer wieder machen...

Vor allem aber ist es schlicht unfair anderen die Schuld für Dinge zu geben, für die sie nichts können... und darum versuche ich das so weit wie möglich zu vermeiden...

Als mir Dr. A am Tag nach der Operation eröffnet hatte, daß die (Neo)klitoris – mangels ausreichender Durchblutung – wohl absterben würde... da war ich auch zuerst sauer auf ihn...
Schließlich bin ich vorher zweimal extra die ganze weite Strecke von Schduargard nach O gefahren... und beide male hat er sich mein Glied angesehen... hatte also Gelegenheit die Vernarbungen dort zu bemerken... und was zu sagen, wenn er der Meinung gewesen wäre, daß das Probleme bei der Operation geben könnte... aber dazu kam kein Wort von ihm...

Und später, noch im Krankenhaus, kam mir dann der Gedanke, daß er, als er gemerkt hat, daß das große Problem geben wird, bei der Durchblutung der (Neo)klitoris, nach der Verpflanzung, eigentlich die Operation hätte abbrechen müssen... um mich, wenn ich wieder aufgewacht wäre, zu fragen, ob ich diese unter diesen Umständen überhaupt noch machen lassen will...

Aber, was das Bemerken der Vernarbungen angeht... diese waren ja unter der 'Kappe' der Eichel weitgehend versteckt... und daher nicht so ohne weiteres zu sehen... die hätte er also kaum bemerken können, bei diesen beiden Terminen...

Und was das Abbrechen der OP angeht...
Ich habe mir nochmal angeschaut, wie diese abläuft... und es ist wohl so, daß die Abtrennung der Eichel zu einem ziemlich späten Zeitpunkt in der Operation erfolgt... zu einem Zeitpunkt, wo es wohl kaum noch möglich gewesen wäre einfach wieder alles zusammenzunähen, wenn man die OP abgebrochen hätte... sprich Dr. A hatte zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich gar nicht mehr die Wahl abbrechen oder weitermachen, sondern er musste die Sache wohl zu ende bringen und das Beste hoffen... der 'Originalzustand' wäre wohl nicht wieder herzustellen gewesen...

Ja und nur mal angenommen, Dr. A hätte diese Vernarbungen bemerkt, bei einem der Termine vor der Operation... oder er hätte die Operation doch abgebrochen, vorausgesetzt, das wäre ihm überhaupt möglich gewesen...

Was wäre dann gewesen...?

Ich glaube kaum, daß die Operation zu einem anderen Zeitpunkt ein besseres Ergebnis gebracht hätte... ich glaube auch nicht, daß es etwas geändert hätte, wenn er vorher von den Vernarbungen gewusst und sich darauf hätte einstellen können...
Und ich bezweifle, daß es in einer anderen Klinik, bei einem anderen Arzt besser geworden wäre... eher im Gegenteil... F meinte ja, daß Dr. A seiner Meinung nach der derzeit beste Arzt für solche Operationen in Deutschland ist... und auch wenn ich F nicht mehr alles glaube, was er mir so gesagt hat... ich habe keinen Grund daran zu zweifeln, daß er das auch so gemeint hat... und F kennt sich ja bekanntlich mit den OP-Ergebnissen verschiedener Ärzte aus...
Ja und falls die OP tatsächlich mittendrin abgebrochen worden wäre hätte das eine spätere Operation sicher eher erschwert als erleichtert...

Das heisst, wenn ich das mit den möglichen Folgen die die Vernarbungen haben können gewusst hätte, bevor die OP vorbei und sowieso alles zu spät ist, hätte ich nur die Wahl gehabt:

*Entweder die OP trotzdem machen lassen, trotz des Risikos, daß die Neoklitoris abstirbt...

*Oder mich wegen dieses Risikos gegen die Operation zu entscheiden...

Dann hätte ich zwar die Wahl gehabt... aber was für eine Wahl wäre das gewesen...?

Denn... ich war mir doch sicher, daß es die richtige Entscheidung war, die Operation machen zu lassen... so habe ich vorher gedacht... und so habe ich auch danach, nachdem alles nicht so gut lief, immer noch gedacht... trotz allem... sogar als ich dachte die (Neo)klitoris wäre vollständig abgestorben...

Aber... wenn ich VORHER gewusst hätte, was mir da blühen kann... ich glaube dann hätte ich die Operation in O abgesagt... aus Angst vor den Folgen...

Vielleicht... vielleicht hätte ich trotzdem irgendwann den Mut gefunden, es trotzdem zu riskieren... weil ich doch spürte, daß es einfach die richtige Entscheidung war...
Aber im besten Fall hätte das wohl bedeutet, daß es noch Jahre gedauert hätte, bis ich mich zu einem neuen Anlauf hätte durchringen können... und so lange hätte ich mich mit dieser Entscheidung herumquälen müssen... und mit der Angst vor einem schlechten Ergebnis...
Und im schlimmsten Fall hätte ich diesen Schritt dann vielleicht nie gewagt...

Nein... Dr. A kann wahrlich nichts dafür... er hat keine Schuld an all dem... und darum kann es nur heissen: 'Freispruch für Dr. A'! Er ist unschuldig an all dem... und ich bin sicher, daß er sein bestes getan hat, damit das Ergebnis trotzdem so gut wie unter den Umständen möglich wird...

Und... es war besser, daß ich vorher von all dem nichts gewusst hatte... auf diese Weise wurde ich vor vollendete Tatsachen gestellt... was in diesem Fall wirklich besser war als vorher bescheid zu wissen und dann aus Angst vor den möglichen Folgen noch ewig mit mir ringen zu müssen, ob ich die OP trotzdem machen lasse oder nicht...

Denn... es war die richtige Entscheidung die Operation machen zu lassen... trotzdem!

Viele Grüße

Aurisa

NACHTRAG:
Ich sollte vielleicht hinzufügen, daß ich mir diesen Eintrag bereits Tage VOR dem Mittwoch in O überlegt habe - siehe Eintrag: '10 kleine Beiträglein'...
Ich bin nur erst jetzt dazu gekommen, ihn aufzuschreiben...
Und... ganz egal, wie das Ergebnis in O bezüglich der Neoklitoris auch gelautet hätte... an diesem Eintrag hier und meiner Meinung, daß es trotz allem richtig war sich für die Operation zu entscheiden hätte sich nichts geändert!
Abgesehen davon... entscheidend ist ja nicht ob die Neoklitoris noch da ist oder nicht... sondern entscheidend ist ob da auch noch Gefühle drin sind oder nicht... und diese Frage ist auch weiter ungeklärt... und es sieht doch eher nach NEIN aus... daher macht das was ich am Mittwoch in O erfahren habe sowieso keinen großen Unterschied...
268 mal gelesen

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Twitter

Aktuelle Beiträge

Ich finde allerdings,...
Ich finde allerdings, dass mit geistigen Eigentum schlecht...
deprifrei-leben - 5. Dez, 16:58
Frage: Was ist das? Zwei...
Frage: Was ist das? Zwei Anwälte sitzen in einem...
nömix - 29. Nov, 17:51
Das rechne ich unserem...
Das rechne ich unserem Bundespräsidenten hoch...
Aurisa - 29. Nov, 12:19
die anwälte die...
die anwälte die ja viele jobs bei politischen...
warteschlange - 29. Nov, 09:36
Ja ja ;)... und nicht...
Ja ja ;)... und nicht zu vergessen der Juristenwitz-Klassiker: W as...
Aurisa - 28. Nov, 17:48
Nachtrag:
Noch ein lesenswerter Link (pdf) zur fragwürdigen...
Aurisa - 28. Nov, 17:46
Treffen sich zwei Rechtsanwälte....
Treffen sich zwei Rechtsanwälte. Sagt der eine...
PeZwo - 28. Nov, 17:40
P.S:
Aber ganz ehrlich... ich wage zu bezweifeln, daß...
Aurisa - 28. Nov, 17:13
Danke! Ich hatte auch...
Danke! Ich hatte auch überlegt, ob ich das hier...
Aurisa - 28. Nov, 17:03
"Die Forderung nach einer...
dito!
ambrosia (Gast) - 28. Nov, 16:29

Meine Abonnements

o 
o 
o 
o Willkommen im himmlischen Palast der Falkin!
o "Der zweite Aufguß"
o ''Addicted to live''
o ..... eskapaden
o .ApoKalypsePart I
o .duslog
o 2009 - Ein Rückblick
o 50 plus-minus
o ALLesnichtTÄGLICH
o Aelteres Semester
o Affentanz mit Hühnerfranz
o Auf der Suche nach dem Glück...
o Aurisa - Eine anders normale Frau
o BTW09 - Bundestagswahl September 2009 Netzpolitische Ansichten
o Baldrian Goodnight
o Betty vanetty goes online
o Biene
o BlogChronik der Kommunikationsguerilla
o Buchfinder
o Burningheart
o Büroklammer
o CONNI
o Capt. Cock's Corner
o Captains Log
o Carpe Diem
o Claudi auf Reisen
o CptCalhoun
o Creative Imperfection
o DRAGONFLIGHT
o Dangerous Bad Thriller
o Das Karussell des Lebens
o Das Smilie-Blog
o Das Tagebuch meines Herzens
o Das dritte Geschlecht
o Das reine Herz
o Das verborgene Buch der Träume
o Der Depri-Blog:Lebe glücklich. Alles über das Leben einen jungen Erwachsenen mit der Depression. depris (at) web.de Für die Akzeptanz psychischer Erkrankungen und gegen Vorurteile. Gegen die Zwei-Klassen-Medizin. Copyrights beim Autor
o Die Beutelteufelin
o Die Gedanken sind frei.
o Die Rote Fahne ist abgetaucht
o Dieter Rappold's Blog
o Dr. Blume
o Dragonheart1970
o Ein Blog sie zu treffen, sie alle zu finden ;)...
o Eine Geschichte voll aus dem Leben
o Eine Welt so ganz ohne Geld
o Elisabeth
o Engel~der~Liebe
o Enterprise 2.0 Blog
o Es ist einfacher als du denkst.
o Esmerelda's Spuren im Sand
o FUCK YOU - I'M FAMOUS © II
o Favonia
o Favonia
o Frau zu sein bedarf es wenig
o Gartentage
o Gay Dating Tricks
o Gedanken des Lebens
o Gedankenkino
o GenderFreeBlog
o GreenEyesMind
o GrenzGang
o Gruselkabinett 2.0
o Hex' in the City
o Hirngewitter...
o Hopy new Year
o Huhniversum
o I dream of Lórien
o ICH
o ICH & MEHR
o Ich und die Welt
o Ideenjonglagen
o In den schwedischen Wäldern
o It's my Blog, it's my life
o JON
o Just Jules
o Kaffee ist fertig!
o Kalyope in flagranti
o Kanutenwelt
o Kappessalat
o Karan
o Karl Weiss - Journalismus
o Kinkerlitzchen
o Kissy-Cross
o Klaudia - Eine nicht ganz normale Frau
o Klimawandel, wen interessiert es?
o Kolibris Welt
o Kratzbürste
o Kreativer Strassenprotest
o Kreativität
o Kyras Hütte im Wald
o Königin von Eschnapur
o LaLoba
o Landmädchen im Großstadtdschungel
o Lilli
o Literarchieblog
o MMsSenf
o Marmot´s Life
o Mein täglicher K(r)ampf
o Mirkas Kreativblog
o Mitten im Leben
o Mocca
o Mock Turtle
o Momoseven
o Muschel
o N.I.M.M.E.R.M.E.H.R
o Nachrichten Heute
o Nadine in Berlin
o Neuanfang
o News für das dritte Geschlecht
o Niwi´s Tagebuch
o No smoking
o Original Mutant Altersheimer
o Patchwork von augenzupppler.tk
o Paul
o RELAtief
o RELAtief (II)
o Raidor`s World
o Random Thoughts
o Rippchen mit Kraut
o Rosenherz
o Rosenquarz -- will leben
o S@vin@
o Schaggalagga
o Schlafmuetze
o Sein oder nicht sein
o SkyCaptainBlue
o Sommerwind
o Sorraja
o Stückzeit
o Susan´s Welt
o Sweet Inspiration
o SÜCHTELN.........
o Taufrisch und Ungewürzt
o Teamblog des WildenKaisers
o Terra Tractorica
o Testblog
o The Black Wolf's Den
o The House of Parrot
o TrashQueens Vault
o Traumstunden
o Traumzeit
o Trick_17
o Tränen......
o Tänzerin zwischen den Welten
o VS-Geheim
o Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts.
o Vistina
o Von Nachtwachen und dicken Titten
o WILLKOMMEN
o WebBericht - Website analysieren - WebPräsentation
o WegeWeiser
o Wie kommt ein Murmeltier nach Russland?
o WilderKaiser
o Windrider
o Windrider's Lesewelten
o Wissenschaftliches Schreiben
o Wolf sein blog
o Wolf sein blog
o World-News
o Zauberwald
o Zeitpfeil - Trends weltweit
o Zeo
o [mom's site]
o aelteressemester1.twoday.net
o alles und nichts
o als-ob-leben ?
o alternative ökonomien
o amante
o angemerkt.
o bonitos feriados
o books and more
o buchfinder
o der Liebe Odem einzig mich umwehe
o der anfang
o die frau kollegin packt aus
o donaukanal wien
o femica
o gute taten für schlechte menschen
o help.twoday.net
o herr twiggs
o ilonas weblog
o info
o kerbholz
o knusperflocke
o kraM
o krokodil kuschels heim
o leben und lernen in nord-karelien
o leben, lieben, leiden - und sonstiges Blabla
o malaika
o mammarazzi
o marcelleitner.at
o mein Lebenspuzzle im Asyl
o mein kompost
o moserêthikê
o music & more
o mädchenzimmer
o mäusegeschrei
o na - und sonst ?
o niemehrschule
o no0815blog
o oesterreichwatch
o oops
o opablog
o pierrétoile*
o sarahmi
o start
o tami
o thepatchworkfamily ...
o tine and stuttgart
o to be or not
o trendschau
o volkswirtschaft
o von talmenschen und bergmenschen
o wanna be just me.
o zaungast

Status

Online seit 1479 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 5. Dez, 16:58

Suche

 

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Private Trans-Seiten

Zufallsbild

lotsenboot-2