Tuntenfische und anderer tierischer Schweinkram ;)...
Hallo zusammen,
ja ihr habt schon richtig gelesen... nicht Tinten- sondern Tuntenfische ;)...
Diesen lustigen Begriff hat ein P.M. Autor für einen Artikel über die Zukunft der Liebe geprägt...
Gemeint sind damit männliche Exemplare einer australischen Tintenfischart... und dabei die kleinen Männchen...
Da diese sonst keine Chance hätten, sich gegen die größeren Exemplare beim Kampf um die weibchen durchzusetzen, greifen sie zu einem Trick.
Sie wechseln die Farbe und täuschen so vor Weibchen zu sein... Wenn sie sich so getarnt an den Konkurrenten vorbei zu den Weibchen geschlichen haben, wechseln sie wieder zu ihrer männlichen Farbe (wie immer die aussehen mag... Es wurde leider nicht gesagt, ob männliche Tintenfische babyblau und weibliche rosa sind ;) oder welche Farben bei diesen Tieren sonst geschlechtstypisch sind...) und kommen zur Sache...
Darum also Tuntenfische... das Wort finde ich zum kringeln :)....
Ja die Natur... auch und gerade in Sachen Sexualität gibt es dort fast nichts, was es nicht gibt...
Daß Homosexualität bei Tieren häufig vorkommt ist so ein alter Hut, daß ich es hier kaum zu erwähnen wage ;)...
Unsere Verwandten, die Bonobos machten wohl schon 'make love, not war', als wir noch auf den Böumen saßen ;)... sprich sie nutzen Sex um die Harmonie in der Gruppe aufrecht zu erhalten und um bei Konflikten wieder Frieden zu schaffen...
Ein durchaus sympathischer Zug finde ich... jedenfalls allemal besser als Kriege zu führen...
Außerdem scheint es gerade denen auch ziemlich egal wer mit wem, ob Männlein oder Weiblein, womit wir also auch die Bisexualität im Tierreich wiedergefunden hätten...
Andere Arten - ich glaube es waren die Schleimpilze, könnte das jetzt aber nicht beschwören - beschränken sich nicht auf nur zwei Geschlechter, sondern haben ein halbes Dutzend oder mehr davon...
Man mag sich gar nicht die Verwicklungen ausmalen, die es gäbe, wenn das bei uns auch so wäre *g*...
Hyänenweibchen wieder sind durch die vielen männlichen Hormone, die sie haben um aggressiv genug zu sein um sich in der Gruppe durchzusetzen, stark vermännlicht, haben darum eine stark vergrößerte penisartige Klitoris und sind darum äußerlich kaum von Hyänenmännchen zu unterscheiden...
Sie sind also gewissermaßen eine Art 'natürliche Transsexuelle' ;)...
Noch weiter geht eine bestimmte Fischart... dort gibt es jeweils nur ein Männchen und sonst nur Weibchen...
Und der Clou ist... wenn das Männchen stirbt, oder sonstwie aus der Gruppe verschwindet, dann wird das stärkste Weibchen zum Männchen!
Eine natürliche perfekte Geschlechtumwandlung...
Von sowas kann ich leider nur träumen *seufz*...
Da ist uns die Natur weit voraus... Wir schaffen bei aller Medizintechnik nur eine ANGLEICHUNG an das andere Geschlecht, aber keine echt UMWANDLUNG...
Darum schreibe ich hier ja auch immer GeschlechtsANGLEICHUNG, weil GeschlechtsUMWANDLUNG falsch oder zumindest unpräzise und übertrieben ist...
Ja und dann waren da noch die Tiefseefischmännchen die im Vergleich zu ihren Weibchen winzig sind und fast ihr ganzes Leben als Anhängsel der Weibchen verbringen, mit diesen verschmolzen und durch deren Blutkreislauf ernährt...
Auf diese Weise vermeiden die beiden sich in der lichtlosen Tiefsee zu verlieren und vielleicht nie wiederzufinden...
Es gibt sogar Tiere (Tiefseewürmer, soweit ich mich erinnere), wo die viel kleineren Männchen IN den Weibchen leben...
Und ich habe auch schon mal die Meinung gehört, daß das männliche Y-Chromosom nichts anderes als die Reste eines Bakteriums sei, das irgendwann in die bis dahin rein weibliche Zelle eingedrungen sei mit dieser verschmolzen sei und es erst seither überhaupt Sexualität und Männer gibt... aber ich glaube das ist genauso ein Mythos wie die Sache mit der Rippe, aus der angeblich die Frauen erschaffen wurden ;)...
Jedenfalls, mit dem Sexualpartner buchstäblich zu verschmelzen und ihn immer 'zur Verfügung' zu haben, davon können wir Menschen auch nur träumen ;)... obwohl mir persönlich das dann eine doch ZU symbiotische Beziehung wäre ;)...
Und auch sonst gibt es noch viel mehr sexuelle Besonderheiten im Tierreich... und nicht nur dort...
Auch die Pflanzen treiben es teilweise ziemlich bunt...
Ich glaube das mit den Bienchen und den Blümchen muss ich hier nicht nochmal extra erklären, oder ;)...?
Ja und nicht nur, daß Blumen mittels Bienchen sexeln ;)... nein es gibt sogar eine Blume, die - ähnlich wie die Tuntenfische - ein Weibchen einer Bienenart (ich glaube es waren Bienen...) imitiert... Das Bienenmännchen fliegt dann das scheinbare Bienenweibchen an, versucht sich mit ihm zu paaren, natürlich vergeblich... und wenn es von dem blumigen Gummipuppenäquivalent ;) ablässt, dann nimmt es den Pollen der Blume mit und lässt ihn beim nächsten vergeblichen Paarungsversuch bei der nächsten Pseudobienenblume...
Zumindest die Blume kommt auf diese Weise auf ihre Kosten... ob die Biene auch ihren Spaß hatte oder eher gefrustet war ist leider nicht überliefert ;)...
Das sind jetzt die Beispiele, die mir so spontan einfallen, aber es gibt ganz sicher noch viel mehr...
Wie man sieht ist die Natur in Sachen Sexualität wirklich sehr einfallsreich ;)...
Ach ja... um noch kurz auf den P.M.-Artikel zurückzukommen...
Der Autor nutzte die Tuntenfisch-Story als Aufhänger für seine These, daß Männer auch Frauen heute - ähnlich wie die Tuntenfische - immer mehr zwischen den Geschlechtsrollen wechseln würden... Frauen sind emanzipiert und übernehmen immer mehr früher typisch männliche Tätigkeiten und Verhaltensweise... und Männer sind im Extremfall Metrosexuell...
Wir alle leben heute, mehr als früher, wo die Rollen klar verteilt waren, mal in männlichen, mal in weiblichen Geschlechtsrollen... ohne deswegen Transident zu sein ;)...
Eine androgyne Gesellschaft, wo jeder Männer- und Frauenrollen übernehmen darf ohne schief angesehen zu werden und männliche und weibliche Anteile haben und leben darf... das wurde uns ja schon länger prophezeit...
Ich habe hier ein Buch zu genau dem Thema stehen, das immerhin schon 20 Jahre alt ist...
Ob es soweit kommt... wer weiss...
Ich finde eine Gesellschaft, wo jeder so sein darf, wie er sich fühlt zumindest keine unsympthische Utopie...
Wer weiss, vielleicht gäbe es dann auch weniger Transidente, wenn der Druck so sein zu müssen, wie man nunmal NICHT ist weg wäre, dann würden möglicherweise viele es gar nicht mehr nötig finden diesen steinigen Weg zu gehen... oder zumindest nicht mehr bis zum Ende...
Viele Grüßle
Aurisa
ja ihr habt schon richtig gelesen... nicht Tinten- sondern Tuntenfische ;)...
Diesen lustigen Begriff hat ein P.M. Autor für einen Artikel über die Zukunft der Liebe geprägt...
Gemeint sind damit männliche Exemplare einer australischen Tintenfischart... und dabei die kleinen Männchen...
Da diese sonst keine Chance hätten, sich gegen die größeren Exemplare beim Kampf um die weibchen durchzusetzen, greifen sie zu einem Trick.
Sie wechseln die Farbe und täuschen so vor Weibchen zu sein... Wenn sie sich so getarnt an den Konkurrenten vorbei zu den Weibchen geschlichen haben, wechseln sie wieder zu ihrer männlichen Farbe (wie immer die aussehen mag... Es wurde leider nicht gesagt, ob männliche Tintenfische babyblau und weibliche rosa sind ;) oder welche Farben bei diesen Tieren sonst geschlechtstypisch sind...) und kommen zur Sache...
Darum also Tuntenfische... das Wort finde ich zum kringeln :)....
Ja die Natur... auch und gerade in Sachen Sexualität gibt es dort fast nichts, was es nicht gibt...
Daß Homosexualität bei Tieren häufig vorkommt ist so ein alter Hut, daß ich es hier kaum zu erwähnen wage ;)...
Unsere Verwandten, die Bonobos machten wohl schon 'make love, not war', als wir noch auf den Böumen saßen ;)... sprich sie nutzen Sex um die Harmonie in der Gruppe aufrecht zu erhalten und um bei Konflikten wieder Frieden zu schaffen...
Ein durchaus sympathischer Zug finde ich... jedenfalls allemal besser als Kriege zu führen...
Außerdem scheint es gerade denen auch ziemlich egal wer mit wem, ob Männlein oder Weiblein, womit wir also auch die Bisexualität im Tierreich wiedergefunden hätten...
Andere Arten - ich glaube es waren die Schleimpilze, könnte das jetzt aber nicht beschwören - beschränken sich nicht auf nur zwei Geschlechter, sondern haben ein halbes Dutzend oder mehr davon...
Man mag sich gar nicht die Verwicklungen ausmalen, die es gäbe, wenn das bei uns auch so wäre *g*...
Hyänenweibchen wieder sind durch die vielen männlichen Hormone, die sie haben um aggressiv genug zu sein um sich in der Gruppe durchzusetzen, stark vermännlicht, haben darum eine stark vergrößerte penisartige Klitoris und sind darum äußerlich kaum von Hyänenmännchen zu unterscheiden...
Sie sind also gewissermaßen eine Art 'natürliche Transsexuelle' ;)...
Noch weiter geht eine bestimmte Fischart... dort gibt es jeweils nur ein Männchen und sonst nur Weibchen...
Und der Clou ist... wenn das Männchen stirbt, oder sonstwie aus der Gruppe verschwindet, dann wird das stärkste Weibchen zum Männchen!
Eine natürliche perfekte Geschlechtumwandlung...
Von sowas kann ich leider nur träumen *seufz*...
Da ist uns die Natur weit voraus... Wir schaffen bei aller Medizintechnik nur eine ANGLEICHUNG an das andere Geschlecht, aber keine echt UMWANDLUNG...
Darum schreibe ich hier ja auch immer GeschlechtsANGLEICHUNG, weil GeschlechtsUMWANDLUNG falsch oder zumindest unpräzise und übertrieben ist...
Ja und dann waren da noch die Tiefseefischmännchen die im Vergleich zu ihren Weibchen winzig sind und fast ihr ganzes Leben als Anhängsel der Weibchen verbringen, mit diesen verschmolzen und durch deren Blutkreislauf ernährt...
Auf diese Weise vermeiden die beiden sich in der lichtlosen Tiefsee zu verlieren und vielleicht nie wiederzufinden...
Es gibt sogar Tiere (Tiefseewürmer, soweit ich mich erinnere), wo die viel kleineren Männchen IN den Weibchen leben...
Und ich habe auch schon mal die Meinung gehört, daß das männliche Y-Chromosom nichts anderes als die Reste eines Bakteriums sei, das irgendwann in die bis dahin rein weibliche Zelle eingedrungen sei mit dieser verschmolzen sei und es erst seither überhaupt Sexualität und Männer gibt... aber ich glaube das ist genauso ein Mythos wie die Sache mit der Rippe, aus der angeblich die Frauen erschaffen wurden ;)...
Jedenfalls, mit dem Sexualpartner buchstäblich zu verschmelzen und ihn immer 'zur Verfügung' zu haben, davon können wir Menschen auch nur träumen ;)... obwohl mir persönlich das dann eine doch ZU symbiotische Beziehung wäre ;)...
Und auch sonst gibt es noch viel mehr sexuelle Besonderheiten im Tierreich... und nicht nur dort...
Auch die Pflanzen treiben es teilweise ziemlich bunt...
Ich glaube das mit den Bienchen und den Blümchen muss ich hier nicht nochmal extra erklären, oder ;)...?
Ja und nicht nur, daß Blumen mittels Bienchen sexeln ;)... nein es gibt sogar eine Blume, die - ähnlich wie die Tuntenfische - ein Weibchen einer Bienenart (ich glaube es waren Bienen...) imitiert... Das Bienenmännchen fliegt dann das scheinbare Bienenweibchen an, versucht sich mit ihm zu paaren, natürlich vergeblich... und wenn es von dem blumigen Gummipuppenäquivalent ;) ablässt, dann nimmt es den Pollen der Blume mit und lässt ihn beim nächsten vergeblichen Paarungsversuch bei der nächsten Pseudobienenblume...
Zumindest die Blume kommt auf diese Weise auf ihre Kosten... ob die Biene auch ihren Spaß hatte oder eher gefrustet war ist leider nicht überliefert ;)...
Das sind jetzt die Beispiele, die mir so spontan einfallen, aber es gibt ganz sicher noch viel mehr...
Wie man sieht ist die Natur in Sachen Sexualität wirklich sehr einfallsreich ;)...
Ach ja... um noch kurz auf den P.M.-Artikel zurückzukommen...
Der Autor nutzte die Tuntenfisch-Story als Aufhänger für seine These, daß Männer auch Frauen heute - ähnlich wie die Tuntenfische - immer mehr zwischen den Geschlechtsrollen wechseln würden... Frauen sind emanzipiert und übernehmen immer mehr früher typisch männliche Tätigkeiten und Verhaltensweise... und Männer sind im Extremfall Metrosexuell...
Wir alle leben heute, mehr als früher, wo die Rollen klar verteilt waren, mal in männlichen, mal in weiblichen Geschlechtsrollen... ohne deswegen Transident zu sein ;)...
Eine androgyne Gesellschaft, wo jeder Männer- und Frauenrollen übernehmen darf ohne schief angesehen zu werden und männliche und weibliche Anteile haben und leben darf... das wurde uns ja schon länger prophezeit...
Ich habe hier ein Buch zu genau dem Thema stehen, das immerhin schon 20 Jahre alt ist...
Ob es soweit kommt... wer weiss...
Ich finde eine Gesellschaft, wo jeder so sein darf, wie er sich fühlt zumindest keine unsympthische Utopie...
Wer weiss, vielleicht gäbe es dann auch weniger Transidente, wenn der Druck so sein zu müssen, wie man nunmal NICHT ist weg wäre, dann würden möglicherweise viele es gar nicht mehr nötig finden diesen steinigen Weg zu gehen... oder zumindest nicht mehr bis zum Ende...
Viele Grüßle
Aurisa
Aurisa - 18. Feb, 15:21