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Ich bin schwul oder lesbisch ;)...

Hallo allerseits,
mal wieder was aus der Rubrik 'Sachen zum lachen' ;)...

Meine Mutter meinte, sie hätte neulich gehört, wie jemand sich bei einem unserer Nachbarn nach mir erkundigt hätte...
(Nun gut, ob das alles so stimmt, was meine Mutter immer zu hören meint... aber mal angenommen, daß sie sich das nicht bloss eingebildet hat...)
Und der Nachbar hätte dann gesagt ich sei wohl:
"... schwul oder lesbisch..."

Äh... schwul oder lesbisch... was denn nun ;)...?

Also ENTWEDER ist man ein Mann, dann kann man hetero- oder homosexuell / schwul sein

ODER man ist eine Frau, dann kann man hetero- oder homosexuell / lesbisch sein.

Aber schwul oder lesbisch, wie bitte soll das denn gehen ;)...?

Dazu müsste man ja Mann UND Frau sein (oder der der sowas sagt müsste zumindest nicht wissen, ob man Mann ODER Frau ist) und selbst dann macht die Aussage keinen Sinn, denn es wird ja implizit auch ausgesagt, daß man als Mann auf Männer ODER als Frau auf Frauen steht oder stehen könnte...
Die Möglichkeit, daß man auch einfach hetero sein könnte - egal ob man Mann oder Frau ist - wird aber seltsamerweise offenbar völlig ausgeschlossen... vielleicht deswegen, weil manche 'Normalos' bei Transsexuellen offenbar automatisch davon ausgehen, daß die irgendwie sexuell 'abartig' seien... und Homosexualität wird von vielen Heteros nun mal leider immer noch als eine Art von Krankheit oder Perversität gesehen...

Das erinnert mich jetzt an meinen ehemaligen Mathematik-Professor... der angesichts unseren mathematischen 'Wissens' ;) immer wieder verzweifelt meinte, er könnte doch nicht immer wieder mit 'Adam und Eva' anfangen also mit dem Erklären der mathematischen Grundlagen...

Manchmal komme ich mir in Sachen Transsexualität auch so vor...
Ich werde ja nicht müde die üblichen Vorurteile und Irrtümer über TS aufzuklären... beispielsweise, daß Transsexualität NICHTS mit der sexuellen Orientierung, also eben Homosexualität oder Heterosexualität zu tun hat... sondern, daß es dabei um die Geschlechtsidentität eines Menschen geht...

Aber wenn ich dann SOWAS höre... da muss ich wohl wirklich auch mit Adam und Eva anfangen mit dem Erklären... oder eher mit den Bienchen und Blümchen ;)...

Alsooooo liebe Leute die ihr euch hierher verirrt - Stammleser sind natürlich ausgenommen... Aurisa-Blogleser wissen ja bekanntlich mehr ;)... - falls ihr es noch nicht wusstet:
Nicht alle Menschen sind gleich... nein, es gibt Männer und es gibt Frauen ;)... und den ganzen Rest erkläre ich euch dann ein anderes mal ;)...

Jedenfalls... von wegen schwul oder lesbisch... da hat wohl jemand im Bio-Unterricht nicht aufgepasst ;)...
Sex... äh sechs ;), setzen ;)!

Viele Grüße
Aurisa
2572 mal gelesen
licht - 27. Sep, 13:19

Hehe, vielleicht liegt das mit dem schwul oder lesbisch ja einfach daran, daß Du Dich in letzter Zeit zuviel mit Quantenmechanik befaßt hast? Oder aber Dein Nachbar ist heimlicher Mitleser meines Blogs und hat unsere Diskussion über unbestimmte Zustände mitbekommen? Fragen über Fragen und *seufz* alles so schrecklich unbestimmt... ;-)

Liebe Grüße!

Aurisa - 27. Sep, 13:24

Das mit der Quantenmechanik ist eine interessante Theorie ;)...
Du meinst ich wäre gewissermaßen Teilchen und Welle gleichzeitig ;)?
Wenn ich INTERsexuell wäre, also das was man früher Zwitter nannte... dann würde die Aussage wenigstens ein bisschen Sinn machen... weil dann der Nachbar eventuell schlicht nicht so genau weiss, ob ich Männlein oder Weiblein bin ;)... oder irgendwas dazwischen...
Aber ich als Transsexuelle will ja gerade NICHT irgendwo im Niemandsland zwischen den Geschlechtern sein... sondern ich möchte EINDEUTIG sein... also einfach nur Frau und sonst gar nichts...
Und dieser Nachbar weiss ja auch, daß ich TS bin...
(weil ich es ihm höchstpersönlich gesagt habe)...
Aber nun ja... mancher lernt's nie ;)...
Viele Grüße
Aurisa
Hiccup - 27. Sep, 15:21

Fantastischer Kerl. Vielleicht wusste er nicht so genau, um welches Geschlecht es sich bei dir handelt und konnte/wollte deswegen nichts ausschließen. :-)

Zur Herde, die sich im twoday.net in kürzester Zeit erschreckend vermehrt hat: da ist nur einer Schuld: morbus!

Aurisa - 27. Sep, 16:04

Hallo Hiccup,
schön, daß der Schuldige bereits ausgemacht ist ;)...
Habt ihr euch schon eine angemessene Strafe für ihn ausgedacht ;)...?
Viele Grüße
Aurisa
Hiccup - 28. Sep, 18:07

Die Strafe kommt noch... und sie wird richtig böse ausfallen. :-)
Aber pssst, nicht morb erzählen! ;-)
teacher - 27. Sep, 16:07

Ich muss mich outen - ich habe auch sehr wenig Ahnung von TS.
Aber ich hatte vor Jahren eine Schülerin (15 Jahre), die sich ganz männlich gegeben hat. Ich habe sie daher in der allerersten Stunde wie einen Burschen angesprochen. Das war mir furchtbar peinlich, sie hat es aber als Art Kompliment betrachtet. Wie hättest Du reagiert?

Aurisa - 27. Sep, 16:39

Hallo Herr teacher,
etwas nicht zu wissen ist keine Schande...
Ich hatte früher auch keine Ahnung von der TS-Materie ;)...
Na... ich musste mich dann ja zwangsweise in das Thema einarbeiten...
Das jemand der selber davon nicht betroffen ist und auch niemand der TS ist persönlich kennt darüber aber nicht viel weiss ist ja auch verständlich und ganz normal...
Darum schreibe (und rede) ich möglichst offen darüber... woher sollen die Menschen sonst etwas über das Thema erfahren, wenn nicht von den Betroffenen selbst...?
Die einschlägigen Talkshows, Reportagen der Privatfernsehsender oder Storys in den diversenen Käseblättchen sind da nur sehr begrenzt hilfreich in Sachen objektiver Informationen...
Und was ihre Frage angeht... (äh, jetzt bin ich angesichts eines Lehrers automatisch in's ihrzen ;) verfallen, obwohl ich hier im web doch sonst alle duze...)
Ich hätte mich ganz bestimmt auch darüber gefreut, wenn mich früher jemand als Frau angesprochen hätte... jedenfalls ab dem Zeitpunkt, wo ich wusste, daß ich TS bin...
Vorher weiss ich es nicht... vielleicht wäre mir dann ja schon früher ein Licht aufgegangen, wenn mich als Kind jemand versehentlich für ein Mädchen gehalten hätte... ist aber nie passiert... leider...
Viele Grüße
Aurisa
teacher - 28. Sep, 21:37

Danke.
P.S.: Das "Du" ist hier ganz OK.
.peter - 27. Sep, 20:51

ich muss aber zugeben, dass ich den Typen/Nachbar verstehen kann. Das ist enorm verwirrend.

Aurisa - 27. Sep, 21:00

Hallo Peter,
verwirrend ist es zugegebenermaßen...
Selbst ich kann nicht alles verstehen und in Worte fassen...
Aber wie er auf 'schwul oder lesbisch' kommen kann... das ist mir absolut schleierhaft...
Ich habe ihm ja gesagt, daß ich TS bin... mich also als Frau fühle... demnach könnte ich logischerweise nur hetero oder lesbisch sein...
Mit einer Frau wurde ich aber noch nie knutschend o.ä. gesichtet... also scheidet lesbisch ja wohl aus... zumindest gibt es dafür für einen Ausenstehenden nicht das geringste Indiz... und ich hatte auch tatsächlich nie etwas mit einer Frau...
Mich als lesbisch zu bezeichnen ist also völliger Blödsinn den er sich aus den Fingern gesaugt hat...
Und schwul kann ich nur sein, wenn er mich trotz meiner Erklärung auch weiter als Mann sieht...
So oder so... falsch ist beides... ich bin weder schwul noch lesbisch...
Richtig wäre, daß ich eine heterosexuelle (und eben auch transsexuell) Frau bin, die auf Männer steht...
Viele Grüße
Aurisa
herold - 28. Sep, 10:11

ist ja auch kein wunder, dass sich niemand auskennt.
heißt doch auch die übersetzung des italienischen volksliedes "niccolo niccoli" "lesbisch, lesbisch, und a bissl schwul". ;)

Kekschen - 28. Sep, 12:48

Huhu

Also irgendwie lustig..Ich mein was denn nun? Da hat wohl jemand nicht genug aufgepasst was was bedeutet.

;-)

LG
Kekschen

Windrider - 1. Okt, 10:36

Lustig ist das

ja nun wirklich. Deine Nachbarn sind halt ein bißchen durch den Wind oder ;-)?
lieben Gruß Windrider
mammarazzi - 1. Okt, 14:26

unter meinen freunden/freundinnen...

sind tv und ts...
ich fühle mich deshalb immer gemüßigt, wenn in gesprächsrunden die sprache darauf kommt, so einiges in den köpfen zurechtzurücken!
die dummheit der menschen ist erschreckend!
aber noch schlimmer arroganz und diskriminierung!

bonanzaMARGOT - 3. Okt, 13:52

schwul oder lesbisch

das wäre bei androgynen doch prinzipiell möglich, oder?

gruß
bon.

Aurisa - 3. Okt, 14:22

Hallo bon,
oh jetzt wird es aber WIRKLICH kompliziert...
Gute Frage...
Wenn jemand irgendwo ZWISCHEN den Geschlechtern steht, sei es, daß er/sie androgyn, Transgender oder Intersexuell ist... dann wäre es theoretisch denkbar, daß er sich nicht als Mann ODER Frau, sondern als Mann UND Frau versteht... sich also keinem der beiden Geschlechter allein zugehörig fühlt, sondern beiden zugleich...
Theoretisch wäre es dann auch denkbar, daß die Person, wenn sie mit Männern zusammen ist, sich als schwul empfindet in dieser Konstellation... und sich aber andererseits in bezug auf Frauen als lesbisch empfindet...
Ob es aber Menschen gibt, die tatsächlich so empfinden... das entzieht sich meiner Kenntnis... denn das ist eine ganz andere 'Hausnummer' als Transsexualität...
Ich als Transsexuellen empfinde mich als Frau und möchte als solche leben, nicht als Mann und auch nicht irgendwo im Niemandsland zwischen den Geschlechtern!
Von der Innensicht der Betroffenen mal abgesehen:
Außer einigen ganz seltenen vollständigen Hermaphroditen, die männliche UND weibliche Geschlechtsorgene haben, haben alle anderen die irgendwo zwischen den Geschlechtern stehen entweder nur weibliche oder nur männliche PRIMÄRE Geschlechtsorgane...
Für die Umwelt und vor allem den Geschlechtspartner dürfte es da schwer nachvollziehbar sein, wenn jemand, der einen Penis hat, sich als lesbisch bezeichnet, oder jemand der eine vagina hat als schwul... geschweige denn als beides gleichzeitig...
Und es gibt eigentlich schon gar keinen einleuchtenden Grund, warum ein Außenstehender irgendjemand von sich aus als schwul oder lebisch bezeichnen sollte... außer eben er weiss, nicht ob jemand jetzt Mann oder Frau ist... und auch das macht dann wie oben im Beitrag geschildert ja keinen Sinn da die Möglichkeit, daß jemand hetero ist unverständlicherweise gar nicht in erwägung gezogen wird...
Viele Grüße
Aurisa
bonanzaMARGOT - 3. Okt, 15:06

reichlich komplizzert

für mich als stinknormale heterogurke.

du bist also ein mensch, männlich geschlechtlich, der sich als frau fühlt (=transsexuell). liege ich richtig?
und du fühlst dich zu männern hingezogen. also oberflächlich gesagt, bist du schwul - noch richtig?
aber innerlich, da du dich als frau fühlst, bist du ein hetero.
und wenn du dich für frauen interessieren würdest, wärest du, wiederum oberflächlich gesehen, hetero; aber da du dich ja innerlich als frau fühlst, eigentlich lesbisch.
vielleicht war das "schwul oder lesbisch" in diesem sinne gemeint?

herzliche grüße
bon.
Aurisa - 3. Okt, 18:11

Hallo bon,
fast richtig...
VOR der ganzen Geschlechtsangleichungsprozedur, die mit der Einnahme von weiblichen Hormonen und natürlich vor allem auch mit der genitalangleichenden Operation (= das was man allgemein Geschlechtsumwandlung nennt) wäre es genau so gewesen, wie du schreibst... weil ich davor ja körperlich ein ganz normaler Mann war... oberflächlich, wie du es nennst...
Inzwischen wurde ja aber mein Körper medizinisch verweiblicht... d.h. meine primären und sekundären Geschlechtsmerkmale sind nicht mehr männlich sondern jetzt weiblich...
Leider gottes gibt es aber nicht nur den berühmten
'kleinen Unterschied' zwischen Männern und Frauen... sondern durch die Hormone verändert sich in der Pubertät da noch viel mehr... und das wenigste davon lässt sich später rückgängig machen...
Eine perfekte Frau bin ich darum leider nicht... und werde ich auch nie sein... aber was die wesentlichen äußeren Unterschiede zwischen Mann und Frau angeht bin ich schon eindeutig Frau ;)...
Viele Grüße
Aurisa
virago - 3. Okt, 16:08

Hi, bin heute zufällig

durch einen "auswärtigen" Kommentar von dir in dein Blog reingeschneit - und werde bestimmt noch öfter hier lesen.

Dein Nachbar hat vermutlich nicht groß nachgedacht. Oder aber er hat das Kunststück vollbracht, einerseits - über seinen kleinbürgerlichen Schatten springend - zu akzeptieren, dass du eine Frau bist, obwohl er dich vorher als Mann kannte, andererseits gleich zwei diskriminerende Vermutungen zu äußern, wobei er nicht weiß, welche davon zutrifft. Dass du dich nie mit Frauen triffst, könnte ja Deckung sein, weil es dir peinlich wäre, öffentlich zuzugeben, dass du lesbisch bist. Zugegeben, nicht sehr wahrscheinlich, wenn du es schaffst, dich als transident zu outen.

Übrigens kannte ich den Begriff bisher nicht. Ich finde ihn weitaus passender als "transsexuell", denn die gefühlte Geschlechtsidentität geht ja weit über das Sexuelle hinaus.

Kennst du "Ein Nachmittag mit Gaudí" von Barbara Wilson? Ein lesbischer Krimi, in dem die Geschlechtsidentitäten tüchtig durcheinander gewirbelt werden. Amüsant geschrieben und hervorragend dazu geeignet, auch Leute, die es bisher nie getan haben, zum Nachdenken darüber anzuregen, ob denn Geschlechtsidentität wirklich so was Eindeutiges ist.

Da geht es u.a. genau um solche Fragen: Ist eine Transgender-Frau, die sich zu Frauen hingezogen fühlt, nun eigentlich hetero oder lesbisch? Ist ein Paar, das aus einer biologischen Frau und einer Transgender-Frau besteht, ein lesbisches Paar? Ich würde die Frage eindeutig bejahen.

Also: Du könntest lesbisch sein, bist du aber offenbar nicht. Schwul kannst du gar nicht sein, denn du fühlst dich ja nicht als Mann, sondern als Frau.

LG virago

bonanzaMARGOT - 3. Okt, 16:20

logisch

virago, schwul kann er als frau nicht sein. aber das sehen eben die nachbarn anders, oder jene, die nichts von alldem wissen - deswegen die verwirrung.
warum sagte ich überhaupt "er", wo er doch eine "sie" ist?
wie aurisa ihre weibliche identität über die sexuelle ausrichtung hinaus auffasst, weiß ich nicht. vielleicht gibt es da graduell unterschiede:
ein wenig, ein halb, oder ganz(?) und unter den transsexuellen gäbe es dann selbst diskriminierungen - du bist ja bloß ein wenig; oder: du bist nur ein halber!

bon.
Aurisa - 3. Okt, 17:41

Hallo bon,
erstmal:
GeschlechtsIDENTITÄT und sexuelle Orientierung sind zwei völlig verschiedene und (weitgehend) unabhängige Dinge!
*Die Geschlechtsidentität sagt dir, ob du dich als Mann oder als Frau FÜHLST.
Und in aller Regel stimmt das 'gefühlte Geschlecht' mit dem körperlichen Geschlecht überein.
Männer fühlen sich als Männer und Frauen als Frauen...
So weit, so einfach... leider ist das aber eben NICHT so selbstverständlich wie man eigentlich denken würde...
Es gibt eben auch Fälle, wo jemand körperlich als ganz normales männliches Wesen geboren wird, sich aber trotzdem als Frau fühlt (so wie ich)... oder umgekehrt...
Das nennt man dann eben Transsexualität, oder - ein anderer Begriff für dieselbe Sache - Transidentität, wobei ich letzteren Begriff bevorzuge, weil es ja bei der Sache ja wie erklärt um die Geschlechtsidentität geht... und eben NICHT um die Sexualität...
*die sexuelle Orientierung dagegen sagt, ob man auf Männer oder auf Frauen steht, oder auf beide.
Und nochmal:
Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung sind zwei ganz verschiedene Dinge!
Auch Transsexuelle können natürlich auf Männer oder auf Frauen stehen... und meisst ändert sich ihre sexuelle Orientierung auch NICHT, wenn sie den Prozess der Geschlechtsangleichung (das Wort trifft es besser als Geschlechtsumwandlung, weil es eine vollständige Geschlechtsumwandlung medizinisch nicht möglich ist) durchmachen, d.h. wenn sie sich körperlich durch Hormone und Operationen an das Geschlecht angleichen lassen, als das sie sich innendrinnen fühlen... und das sie deswegen als ihr wahres Geschlecht ansehen.
Ich habe die ganze (na bis auf ein paar Details...) Geschlechtsangleichungsprozedur hinter mir, bin als jetzt auch körperlich eine hoffentlich halbwegs weiblich wirkende Frau...
Ich hoffe was war jetzt halbwegs verständlich erklärt ;)...
Viele Grüße
Aurisa
P.S:
Mit der Diskriminierung unter den Transsexuellen... da sprichst du was an...
Es ist leider so, daß es auch bei solchen Randgruppen eine deutliche 'Hackordnung' gibt...
Ganz 'oben' stehen die transsexuellen Frauen, die die geschlechtsangleichende Operation haben machen lassen und möglichst noch ein perfektes passing haben, d.h. denen man es nicht ansieht, daß sie TS sind.
Diese sehen dann oft auf die Transsexuellen herab, die die OP nicht machen lassen wollen... beispielsweise weil sie Angst vor der OP und den möglichen Folgen haben...
Noch größer ist oft der Streit mit den sogenannten Transgendern, das sind Menschen die ganz bewusst ZWISCHEN den Geschlechtern leben... also weder ganz als Mann noch ganz als Frau leben wollen... eine lange Tradition hat auch der Konflikt mit den Transvestiten, die nach Meinung mancher TS, durch ihr schrilles auftreten in der Öffentlichkeit deren Ruf mit ramponieren... von den Differenzen anderen Gruppen wie Damenwäscheträgern und DragQueens ganz zu schweigen...
Aurisa - 3. Okt, 18:03

Hallo virago,
nein den Krimi kenne ich leider nicht.
Klingt aber sehr interessant, vielleicht frag ich nächste Woche ja mal beim Buchhändler meines Vertrauens danach :). Danke für den Lesetipp!
Was den Nachbarn angeht... da kann ich wirklich nur mutmaßen, was ihn auf so komische Ideen gebracht hat...
Ja und in Sachen TS-Frau die XX-Frauen liebt... NACH der geschlechtsangleichenden Operation ist es einfach.
Dann ist es ein lesbisches Pärchen...
VOR der Operation ist die Sache dagegen kompliziert... da dann eine lesbische Sexualität ja noch nicht möglich ist...
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten...
Vielleicht hat die TS-Frau ja ihre Transsexualität unterdrückt und verleugnet und sich in eine Ehe gestürzt in dem Versuch doch ein männliches Leben zu leben... Das kommt häufig vor... Dann steht sie vielleicht gar nicht auf Frauen... so wie es ja auch Homosexuelle gibt, die heiraten, um den Schein zu wahren, obwohl sie gar nicht auf Frauen stehen...
Vielleicht steht die TS-Frau ja aber doch auf Frauen... und geht nach der Operation dann eine lesbische Beziehung ein... Die Ehe selbst überlebt diese große Veränderung selten... da die meissten XX-Frauen ja vorher nichts von der Transsexualität wussten und meinten einen normalen Mann zu heiraten... und auch keine lesbische Beziehung wollten...
Viele Grüße
Aurisa
bonanzaMARGOT - 3. Okt, 18:14

ich kapiere halbwegs

dass die sexuelle ausrichtung nichts mit der identität als mann oder frau zu tun haben muß. sonst gäbe es ja keine schwulen und lesben.

gibt`eigentlich bisexuelle transsexuelle?

diskriminierungen entstehen, denke ich, entweder aus unverständnis oder minderem selbstvertrauen.
dass es auch unter den TS diskriminierungen gibt, finde ich irgendwie beruhigend.
weil ... weil, weil, weil, da habe ich nicht so angst, was falsches zu sagen.

gruß
bon.
Aurisa - 3. Okt, 18:50

Hallo bon,
ja es gibt auch bisexuelle Transsexuelle... und wie gesagt auch heterosexuelle, schwule und lesbische...
Nur halt keine die schwul oder lesbisch in Personalunion sind ;)...
Das ist schwer möglich, oder wie gesagt falls überhaupt höchstens bei Menschen die selber nicht so genau wissen, ob sie jetzt Männlein oder Weiblein oder beides in einer Person sind...
Transsexuelle wollen aber ja gerade eindeutig zu einem Geschlecht gehören... nur hat ihr Körper halt blöderweise eben das andere Geschlecht...
Um die Sache jetzt aber noch ein bisschen zu komplizieren... - ja ich bin sadistisch heute ;), gibt es bei transsexuellen Frauen noch zwei bzw. drei verschieden 'Sorten':
*da sind einmal die, die schon ganz früh - noch vor der Einschulung - ganz genau wissen, daß sie eigentlich Mädchen sind, auch wenn ihr Körper nicht dazu passt...
Diese TS-Frauen sind in aller Regel hetero... sprich sie stehen auf Männer... sowohl vor als auch nach der geschlechtsangleichenden Operation... wobei das VOR der OP wie schon gesagt logischerweise alles noch komplizierter ist... denn da sind sie körperlich ja noch Männer...
*und dann gibt es da die TS-Frauen, die erst spät merken, was mit ihnen los ist, meist in der Pubertät, manche noch viel später... und die stehen in aller Regel - nicht immer - auf Frauen... sind also lesbisch... vor und nach der OP...
Allerdings... während bei diesen beiden TS-'Gruppen', und das sind die meissten, sich die sexuelle Orientierung NICHT ändert, gibt es auch Transsexuelle aus der zweiten 'Gruppe', die anfangs auf Frauen stehen... wo sich das aber im Laufe des jahrelangen Prozesses von einem 'männlichen' zu einem weiblichen Leben ändert... und irgendwann stehen sie dann nicht mehr auf Frauen sondern auf Männer...
So ging es auch mir... Woran das liegt... daß es diese drei Gruppen gibt und alles andere... das weiss heute wohl noch niemand so ganz genau...
Ich weiss nur eines... der Wechsel in der sexuellen Orientierung bei mir hat nicht mit den weiblichen Hormonen zu tun, weil er schon stattfand, lange bevor ich zum ersten mal welche eingenommen habe...
Meine persönliche Vermutung/Erklärung dazu ist:
Transsexuelle Frauen sind wahrscheinlich genauso oft oder genauso selten lesbisch wie normale Frauen...
Das heisst, wenn sie sich ungestört entwickeln können, dann werden sie hetero, d.h. stehen später auf Männer... so wie die TS der 1.'Gruppe', die von klein auf sicher waren, Frau zu sein und bei denen dieser Wunsch dann oft auch von den Eltern unterstützt wurde...
(Ich kenne persönlich so eine TS).
Wenn die Transsexualität jedoch erst spät erkannt, oder lange unterdrückt und verheimlicht wird, so wie in der zweiten 'Gruppe', dann haben diese TS oft schon viele Jahre als 'Männer' und mit Frauen in einer Partnerschaft gelebt... und so etwas prägt...
Und da nachgewiesenermaßen auch sehr viele ganz normal XX-Frauen lesbische tendenzen haben... das nur selten in einer lesbischen Beziehung ausleben, leben diese TS einfach weiter mit Frauen... auch nach der Geschlechtsangleichung, nur dann eben in einer lesbischen Beziehung...
Sie bleiben gewissermaßen beim Altbekannten und vertrauten... vielleicht auch weil es ihnen nach so vielen Jahren schwer fällt sich auf eine Beziehung mit einem Mann einzulassen...
Bei mir dagegen - ich gehöre ja zur dritten 'Gruppe' war es ja so, daß ich zwar einerseits erst in der Pubertät verstanden habe, daß ich TS bin, ich andererseits aber nie eine Beziehung mit einer Frau hatte... und ich auch sonst nie irgendwelche betont männlichen Verhaltensweisen an den Tag gelegt habe - was ja viele TS aus der 2.Gruppe oft tun um sich und der Welt zu beweisen, daß sie ja doch Mann sind...
Ich bin also sozusagen nicht 'vorbelastet', nicht geprägt durch frühere typisch männliche Erfahrungen... und - wenn meine Theorie stimmt - deswegen stand dem Wechsel in der sexuellen Orientierung bei mir nichts im wege...
Aber das ist wie gesagt nur meine persönliche Theorie...
Viele Grüße
Aurisa
creature - 3. Okt, 19:02

"als frau oder mann sich fühlen", ganz ehrlich gesagt weiß ich das nicht, sehe ich mich an bin ich mann, ob ich mich anders fühle als eine frau kann ich nicht wissen, das kann nur eine frau wissen, es ist ja verflixt, wie kann ein mensch unterscheiden wenn er nur sein eigenes gefühl kennt?
vielleicht fühlen frauen genauso und es gibt keinen unterschiede ausser im geschlechtlichen und selbst da ist ja bekanntlich die klitoris gleich mit dem penis, nur nach innen gestülpt und der hoden sind die eierstöcke!
ich bin mir fast sicher das gefühl und wahrnehmung sehr ident sind, die unterschiede werden nur durch erziehung geprägt.
Aurisa - 3. Okt, 19:24

Hallo creature,
nein, das ist ein Missverständnis!
Anderswo, in einem Forum zum Thema Transsexualität usw. hatten wir auch mal die Frage:
"Woher kann/will eine Transsexuelle wissen, wie eine XX-Frau fühlt?"
Und die Antwort kann nur heissen:
GAR NICHT... weil man als Mensch NIE weiss, wie ein anderer Mensch fühlt... ganz egal, ob der andere Mensch ein Mann oder eine Frau ist!
Auch eine XX-Frau weiss NICHT, wie eine andere XX-Frau fühlt!
Jeder Mensch weiss nur, wie er fühlt... und schließt dann von sich auf andere... indem er diese beobachtet und aus deren Worten und Verhalten Rückschlüsse auf deren Verhalten zieht...
Ich lächle, wenn es mir gut geht... also schließe ich darauf, daß es einem anderen Menschen, der lächelt auch gut geht (außer es ist ein falsches Lächeln...).
Und weil es allgemein bekannt ist, daß Lächeln gute Gefühle bedeutet, kann man das auch überall nachlesen oder hören, daß dem so ist....
Ja und da man eben nicht weiss, was andere Menschen denken, heisst es dann stattdessen das eine (Verhalten oder was auch immer) sei typisch weiblich, das andere typisch weiblich... ob das immer stimmt ist nochmal eine ganz ander Frage...
Aber das ist in dem Zusammenhang auch gar nicht wichtig, denn... die Frage ist schon falsch gestellt!
Ich meinte NICHT, daß ich WIE eine Frau fühle... ob das so ist oder nicht, das lässt sich nicht nachweisen...
Da hast du mich falsch verstanden...
Nein ich meinte, daß ich mich ALS Frau fühle.
Das ist etwas ganz anderes!
Bei ersterem (WIE eine Frau fühlen) geht es um Gefühle eventuell auch darum ob man sich gemäß dem 'Frauenklischee' verhält... bei letzterem (dem ALS Frau fühlen) geht es um die GeschlechtsIDENTITÄT.
Das hat mit männlichen oder weiblichen Gefühlen nichts zu tun.
Ich weiss... das ist sehr schwer zu verstehen... denn das, diese Spannung zwischen körperlichen Geschlecht und 'gefühltem' Geschlecht, kennt jemand, der nicht Transsexuell ist nicht... weil bei ihm ja beides übereinstimmt...
Jedenfalls... die Konsequenz daraus, daß Geschlechtsidentität und 'weibliche Gefühle' (was immer das ist...) zwei paar Stiefel sind, ist, daß es sogar vorkommen kann, daß eine transsexuelle Frau so gar nicht dem Klischeebild einer Frau entspricht... aber sich trotzdem als Frau empfindet...
Ja und was das körperliche angeht... natürlich kann man da nur das empfinden, was man körperlich auch hat...
Wie es sich anfühlt schwanger zu sein... das werde ich beispielsweise nie erfahren...
Aber das allein macht ja nicht das Frausein aus...
Viele Grüße
Aurisa
virago - 3. Okt, 21:11

Wie es sich anfühlt, schwanger zu sein

werde ich auch nie wissen. Obwohl ich als Frau zur Welt kam und meines Wissens nicht unfruchtbar bin. Aber ich bin 43 und damit (meiner Ansicht nach) definitiv zu alt für eine erste Schwangerschaft.

Ich glaube, ungefähr um die 40 fragt sich wohl fast jede kinderlose Frau unwillkürlich mal, ob ihr nicht zu ihrem Frausein was fehlt.

Übrigens fühle ich mich zwar in meinem weiblichen Körper durchaus zu Hause; dennoch schlüpfe ich seit Kindheit in meiner Fantasie gern in die Rolle des anderen Geschlechts. Keine Ahnung, warum das so ist. Es hat mich nie besonders irritiert. Ist eben so.

Erst als ich anfing, Männern Fragen zu stellen, wie sich denn beispielsweise ihre Pubertät gestaltete oder wie sich ein männlicher Orgasmus anfühlt, merkte ich, dass ich sozusagen einen "Erklärungsnotstand" habe, denn warum sollte eine Frau sowas wissen wollen? ;)

Vielleicht ist es ja überhaupt Blödsinn, wenn ich mir einbilde, mir besser vorstellen zu können, was eine andere Frau beim Sex empfindet, als was ein Mann beim Sex empfindet.
bonanzaMARGOT - 3. Okt, 22:22

es könnte ja sein

dass der transsexuelle einfach das richtige gehirn im falschen körper hat, oder so? vereinfacht gesagt, ohne genau die hirnphysiologischen unterschiede zwischen männern und frauen zu wissen.
wie wir uns fühlen, dürfte neben unserer soziokutlurellen eingebettetheit vorallem an unseren grauen zellen liegen.

gruß
bon.
Aurisa - 4. Okt, 05:54

Hallo bon,
der Grund für die Transsexualität sitzt auf jeden Fall im Gehirn...
Und es wird auch vermutet, daß es möglicherweise tatsächlich so sein könnte, wie du schreibst, daß als TS-Frauen wie ich trotz männlichem Körper ein weibliches Gehirn haben... und umgekehrt bei den Transmännern...
Allerdings stellt sich da die Frage, ob es überhaupt so etwa wie ein 'männliches' und ein 'weibliches' Gehirn gibt... oder ob die Unterschiede zwischen verschiedenen Menschen, egal welchen Geschlechts größer sind als die Unterschiede im Gehirn zwischen Mann und Frau...
In letzteren Fall gäbe es dann kein 'männliches' oder 'weibliches' sondern nur schlicht menschliche Gehirne...
Es gibt allerdings Erkenntnisse, daß eine bestimmte Region im Gehirn bei Männern und Frauen unterschiedlich groß ist... und bei TS-Frauen ist diese Region ebenso groß, wie bei XX-Frauen...
Daraus wird dann geschlossen, daß TS-Frauen tatsächlich ein weibliches Gehirn haben...
Ob jetzt aber tatsächlich die Geschlechtsidentität in dieser Gehirnregion festgelegt wird... oder welche Funktion sie eventuell sonst hat... und wie es mit eventuellen weiteren Geschlechtsunterschieden im Gehirn aussieht... das ist alles noch nicht so wirklich gut untersucht...
Wir werden da noch einige Jahre warten müssen, bis wir wirklich wissen ob es tatsächlich 'männliche' und 'weibliche' Gehirne gibt - auch wenn vieles dafür spricht - und falls ja was genau die Unterschiede...
Mir als TS-Frau nutzt das im Alltag leider wenig... selbst wenn ich tatsächlich ein 'weibliches' Gehirn haben sollte... denn wer schaut einem schon in den Kopf um herauszufinden ob man Männlein oder Weiblein ist ;)...
Und darum werde ich auch weiter im 'Erklärungszwang' bleiben, warum ich denn eine Frau bin, obwohl ich doch in einen männlichen Körper geboren wurde... weil man meine Gefühle, bzw. die Geschlechtsidentität nunmal leider nicht sieht...
Viele Grüße
Aurisa
bonanzaMARGOT - 4. Okt, 14:05

ausserdem

hat das auffinden der ursachen immer auch den versuch der regulierung zur folge. man läßt der natur nicht mehr ihren freien lauf bis hin zur abtreibung.
wo neue möglichkeiten entstehen, gebraucht sie der mensch leider auch ethisch grenzwertig.
(im pflegeheim sehe ich das am beispiel der enteralen ernährung.)

jeder wissenszugewinn birgt die gefahr des mißbrauchs und der ungerechtigkeit. nehmen wir nur mal den medizinischen fortschritt in der aidsbekämpfung - der kommt vielen millionen menschen in afrika und asien gar nicht zugute.

was die geschlechtsumwandlung bei der transsexualität angeht bin ich auch kritisch; was nicht heißt, dass ich es dem betroffenen nicht zubillige. niemand kann demjenigen in die entscheidung hineinreden. ich stelle mir das ziemlich schwer vor. es läuft ja auf eine selbstverstümmelung hinaus. da muß der leidensdruck riesig sein!
auch stellt sich die frage, ob der volkskörper solche eingriffe finanziell tragen soll - sprich die krankenkassen. für den betroffenen ist es natürlich klar. doch wieder entsteht die frage nach den grenzen. muß alles gemacht werden, was machbar ist? ist das wirklich ein fortschritt?
ich hoffe, ich rede da jetzt als männlicher hetero normalo nicht zu viel unsinn daher. ich bin froh, dass ich nicht in dieser kniffligen situation stecke.
als menschen werden wir mit zunehmendem fortschritt und konsum immer bequemer und egoistischer. wir müssen die welt/natur nicht mehr akzeptieren, wie sie ist, weil wir sie bis hin in ihren grundfesten verändern können.
ich beobachte diese entwicklungen, wie gesagt, kritischen auges.
davon bleibt meine meinung unberührt, dass vorurteile und diskriminierungen gegenüber sozialen und ethnischen minderheiten stetig abgebaut werden müssen.
ein heißes eisen. man wird zu leicht in eine ecke gestellt, wo man gar nicht steht. dumme menschen.

gruß
bon.
dus - 13. Okt, 20:21

solange die krankenkasse SKIUNFÄLLE und deren monatelange behandlung zahlt, kann sie auch ruhig geschlechtsumwandlungen zahlen.

ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
ich hab nämlich sehr mit dem kopf geschüttelt als ich dein posting las....
Aurisa - 13. Okt, 20:25

Hallo dus,
danke für deinen Kommentar...
Ich wollte eigentlich sowieso noch was zum Thema 'Kosten der TS für die Allgemeinheit' dazu schreiben... und ich wollte eigentlich auch ALLE Kommentare beantworten, so wie früher... und ich wollte wieder mehr bei euch kommentieren und selber wieder mehr schreiben... aber wie man sieht bin ich mit meinen Wollungen nicht allzu erwollg... äh erfolgreich...
Ich hoffe ich kann mich später noch zu einer Antwort auf die Frage aufraffen...
Viele Grüße
Aurisa
dus - 13. Okt, 20:29

mach doch einfach was du willst - wann du willst hehe

#
ich bin echt sauer. kosten für die allgemeinheit.

ich zahl soviel verdammten "allgemeinen" scheiss mit, also bitte was soll der scheiss da oben....aaaargh


der tut grad so als sei eine geschlechtsumwandlung eine schönheits-op.

argh //schweigt
virago - 13. Okt, 21:39

Da muss man doch nicht gleich auf die Barrikaden gehen, sorry. Ich finde, das ist der fasche Ansatz.

Es gibt schon Leute, die sagen: Du hast in deinem leben 18 Jahre geraucht, also wenn du jetzt jemals Atemwegsprobleme haben solltest - selber zahlen.

Es gibt Leute, die sagen: Was denn, du willst dein Kind gebären, obwohl es mit 55%iger Wahrscheinlichkeit geistig behindert sein wird? Gut, mach mal. Wenn es dann wirklich behindert ist - selber zahlen.

DAS finde ich mehr als bedenklich.

Es gibt Leute, die haben so viel Geld, dass sie sich monatliche Blutwäschen leisten können und fröhlich weiter Heroin und Koks und was nicht noch alles in ihren Organismus einspeisen. Ihre Sache.

Es gibt Leute, die sind alkoholkrank, und der Spitalsarzt hat grad mal ein müdes Schulterzucken für eine verzweifelte Tochter übrig. Ach Gott, schon wieder so ein Wrack, weg damit. Kümmern Sie sich gefälligst selber, was haben wir denn mit solchem Abschaum zu schaffen, iiihhhh!

Ja, sowas gibt's auch. Selber erlebt.
Abgewrackte Viecher wie meine schwer alkoholkranke Mutter kriegen nicht mal den Gnadenschuss, sondern einen Arschtritt. Wenn es nach der Sozialversicherung gegangen wäre, hätte sie im Rinnstein verrecken können.


Ich finde es legitim, unter solchen Aspekten zu fragen, was die Allgemeinheit bezahlen soll. Allerdings weiß ich (weil ich darüber gelesen habe), wie lange und mühselig der Weg für TIs ist.

Frag jetzt mal nicht warum ich darüber gelesen habe, Aurisa, es interessierte mich halt. Deshalb interessiert mich auch dein Blog.

LG virago
dus - 5. Okt, 18:10

also ich bin heterolesbisch, nach allerweltsprache :)

Aurisa - 5. Okt, 18:14

Heterolesbisch...?
Also so langsam blicke ich hier auch nicht mehr durch ;)...
Viele Grüße
Aurisa
bonanzaMARGOT - 5. Okt, 18:34

eine heterolesbe müßte bi sein. oder?
dus - 7. Okt, 21:55

hm. ich blicke auch net durch.

eine heterolesbe KÖNNTE bi sein.
muss aber nicht. ich bin nicht bi.
ich liebe frauen. als frau. und als mann.
also bin ich auch hetero HRHRHR
is doch garnet so schwer.
mirka - 7. Okt, 01:20

*weinselig sing*
Lesbisch, lesbisch und ein bißchen schwul ... lalalalala

(Bitte nicht so ernst nehmen ... hab grad mal ein paar blöde Gedanken im Wein ertränkt ;-))))

Bussi von Mirka

bonanzaMARGOT - 16. Okt, 16:42

noch mal zurück

zu den kosten.

wie wär`s wenn jede gruppierung ihre kosten selbst trägt?
der raucher tritt der raucherkrankenkasse bei.
der alki der alkoholikerkasse.
der skifahrer der hals- und beinbruchkasse etc..
natürlich müßten auch mehrfach-versicherungen möglich sein, zb. für alkoholkranke, rauchende skifahrer.

warum sollte es für ts nicht auch eine extra-versicherung geben?
die ts kämen dann selbstverständlich und viel schneller zu dem geld für ops und müßten nicht irgendwelche dämlichen prüfverfahren über sich ergehen lassen.
(ich weiß nicht, wie da die praxis momentan ist.)

gruß
bon.
virago - 16. Okt, 18:14

Das ist Quatsch.

Was du meinst, bon, ist Privatversicherungsprinzip (im Gegensatz zur Sozialversicherung) und nach diesem Prinzip sind "bestehende Leiden" vom Versicherungsschutz ausgenommen. Vorschläge in der Richtung, dass z.B. Raucher, Schifahrer und andere Risikogruppen höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen bzw. für die Unfall-/Krankheitsfolgen selber aufkommen sollen, gibt es ohnehin schon seit Jahren.

Außerdem ist TS/TI doch keine "Krankheit".
Genausogut könntest du dafür plädieren, dass zukünftige Väter eine Versicherung abschließen, die sie dafür entschädigt, falls sie nur Töchter zeugen, obwohl sie sich Söhne gewünscht haben. Oder so.
bonanzaMARGOT - 16. Okt, 18:21

virago,

ich bin kein versicherungsprofi und äußerte lediglich freie gedanken dazu. dass das praktisch (aus gerechtigkeitsgründen) nicht umsetzbar wäre, weiß ich auch.
übrigens: skifahren ist auch keine krankheit.
es geht mir nicht um den modus krankheit, sondern um die gliederung in "gruppen", die perse einen höheren versicherungsaufwand haben (könnten) als der durchschnitt.

bon.
virago - 16. Okt, 18:36

Ich bin auch kein Versicherungsprofi. Mein Vater war es, deshalb weiß ich bisschen was darüber.

Wen Schifahrer mehr zahlen sollen, finde ich das noch einigermaßen gerecht. Raucher ... hm, na ja. Niemand wird freiwillig nikotinsüchtig. Der nächste Schritt wäre dann, Diabetiker extra zur Kasse zu bitten - oder?

Etwa in diese Kategorie fällt für mich TS/TI. Niemand sucht es sich aus, in einen falschen Körper geboren zu werden, oder? Eine "Krankheit" ist es trotzdem nicht, daher schwer einzuordnen.
mirka - 16. Okt, 18:46

WAAS??

Zitat: "Niemand wird freiwillig nikotinsüchtig. Der nächste Schritt wäre dann, Diabetiker extra zur Kasse zu bitten - oder?" (Zitatende)

Das ist jetzt aber wirklich starker Tobak, Diabetiker und Raucher in einem Atemzug zu nennen!
Nikotinsüchtig wird man meines Wissens nur, wenn man mit dem Rauchen anfängt ... und dazu wird ja nun wirklich niemand gezwungen, oder??

*kopfschüttel*
bonanzaMARGOT - 16. Okt, 18:54

virago, du hast mich in den falschen hals gekriegt,

ich will niemanden benachteiligen.
ganz allgemein wollte ich sagen, dass mitglieder einer "gruppe" sich besser solidarisieren können.
warum soll ich beispielsweise als nichtautofahrer für die annehmlichkeiten von autofahrern zahlen?
sollen das doch die pkw-fahrer unter sich bewerkstelligen. das war der gedanke, und ich sagte ja schon, dass die praktikabilität quasi unmöglich ist. (es gibt zu viele überschneidungen der gruppen.)

bon.
virago - 16. Okt, 19:10

Autofahren

ist aber normalerweise freiwillig und macht meines Wissens auch nicht süchtig. (Oder doch? Keine Ahnung.)

@ mirka: Nikotin ist eine legale Droge, von der die meisten Menschen binnen kürzester Zeit süchtig werden. Die meisten Raucher, die ich kenne, haben als Jugendliche damit begonnen, weil es "schick" war und zum Erwachsenwerden dazugehörte. Ich übrigens auch. Inzwischen rauche ich seit acht Jahren nicht mehr, Atemwegsbeschwerden habe ich immer noch.
Für mich war das Aufhören erstaunlich leicht, ich schaffte es beim ersten ernst gemeinten Versuch, aber meine Abhängigkeit war laut Testergebnissen auch nie besonders hoch. Andere schaffen es nie.

Das ist kein individuelles, sondern ein gesellschaftliches Problem, und es ist unfair, die Verantwortung den Betroffenen allein zuzuschieben.
bonanzaMARGOT - 16. Okt, 19:13

mir ging es bei der einteilung in gruppen

nicht um freiwillig oder unfreiwillig sondern schlicht um den solidaritätseffekt. oder umgekehrt um den ausgrenzungseffekt. darum drehen sich doch diese ganzen diskussionen, oder nicht?
mirka - 16. Okt, 19:19

Hm ... Rauchen gehört zum Erwachsenwerden dazu ... soso ... *kopfkratz* ... Und all die Leute, die nie auch nur eine einzige Zigarette geraucht haben oder nach den ersten Versuchen erkannt haben, daß es bekloppt ist, sind nicht erwachsen geworden? ... Oder wie jetzt??
virago - 16. Okt, 19:25

Okay, wenn man es so betrachtet ...

(@ bon)

Dem möchte ich aber entgegenhalten: Gruppensolidarität unter Ausgegrenzten hat immer was Gezwungenes und birgt stets die Gefahr eines Ghetto-Effekts.
virago - 16. Okt, 19:29

@ mirka

Wir reden aneinander vorbei. Das ist sinnlos.
Aurisa - 16. Okt, 19:44

Hallo bon,
wie du selbst schon schreibst, dürfte es kaum möglich sein solche 'Gruppen-Krankenversicherungen' einzurichten...
Aber... mal angenommen es wäre möglich, so rein als Gedankenexperiment... was wären die Folgen?
Leute die das Glück haben keine großen Krankheiten zu haben wären die Gewinner... sie würden fast nichts für ihre Krankenversicherung bezahlen...
Transsexuelle wären weniger gut dran... denn so eine Geschlechtsangleichung kostet nicht wenig Geld... aber andererseits macht man sowas normalerweise auch nur einmal im Leben ;)... und davor fallen wenig bis keine und danach nur noch geringe Kosten dafür an...
Bezogen auf die gesamte Lebensdauer eines Menschen ist TS also eine zwar nicht ganz billige, aber auch nicht besonders teure 'Krankheit'... nicht besonders teuer im Vergleich zu anderen Krankheiten!
Die Dialyse - ich hoffe ich habe das jetzt richtig geschrieben - beispielsweise ist meines Wissens wahnsinnig teuer... ebenso wie viele Krebserkrankungen... das kann RICHTIG Geld kosten...
Für Leute in dieser 'Krankheitsgruppe' hiesse es dann schlicht und ergreifend: bitte den Löffel abgeben!
Denn soviel wie deren Krankenkasse kosten würde, kann niemand bezahlen, der nicht gerade Millionär ist...
Von diesem sowieso nicht praktikablem Modell mal abgesehen, gibt es, wie virago ja geschrieben hat, etwas ähnliches schon:
Die UNsolidarische Krankenversicherung... besser bekannt als private Krankenversicherung... und
UNsolidarisch weil dort Menschen, die bereits krank sind, entweder gar nicht erst aufgenommen werden... oder nur mit hohen Risikozuschlägen... d.h. die private Krankenversicherungen betreiben Rosinenpickerei und wälzt die 'schlechten Risiken' auf die gesetztlichen Krankenversicherungen ab...
Wer krank ist kann dort nicht auf Solidarität hoffen...
Ich beispielsweise, würde gleich aus drei Gründen keine private Krankenversicherung bekommen:
1.Ich bin Allergikerin: allein DAS genügt schon um abgelehnt zu werden! Daß meine Allergien kein Problem für mich sind... und ich schon seit Ewigkeiten bei keinem Arzt mehr war deswegen... das interessiert bei der privaten Krankenversicherung niemanden...
2.Ich war früher wegen Ängsten und Depressionen in Psychotherapie...
Daß ich inzwischen "als geheilt 'entlassen'" wurde interessiert da auch niemanden...
3.Ich bin TS...
Und auch wenn ich ganz fertig wäre mit der Geschlechtsangleichung und sicher wäre, daß ich nichts mehr machen lassen wöllte... ich bin sicher, ich würde allein deswegen schon trotzdem keine private Krankenversicherung bekommen...
Also sorry... aber ich bin gegen amerikanische Verhältnisse... wo viele Menschen gar keine Krankenversicherung haben, weil sie zu krank sind um eine zu bekommen...
Bei aller Kritik an unserem solidarischen Krankenversicherungssystem... im vergleich zu einem UNsolidarischen privaten Krankenversicherungssystem ist mir das allemal lieber!
Und warum muss ich als TS mich eigentlich für die Kosten rechtfertigen, die die TS mit sich bringt...?
Ich frag doch auch keinen Leukämiekranken, wie ich dazu komme, seine teure Behandlung (100.000 Euro und mehr...) mit zu bezahlen...
Viele Grüße
Aurisa
Aurisa - 16. Okt, 20:43

NACHTRAG:

Ich seh schon... ich muss doch noch was zum Thema "Kosten der TS" schreiben...
Das wird dann aber ne etwas längere Geschichte... und das will ich dann auch nicht in einem Kommentar machen, sondern in einem eigenen Beitrag dazu...
Aber heute Abend nicht mehr... da habe ich heute keinen Nerv zu...
Viele Grüße allerseits
Aurisa
bonanzaMARGOT - 17. Okt, 15:29

in meinen augen

nimmt gesundheit einen viel zu großen stellenwert ein. wir haben uns längst zu einer gesellschaft von hypochondern entwickelt. für alles brauchen wir mittelchen und fürsorge, und wegen jedem furz rennen wir zu den göttern in weiß (und zu anderen göttern). apotheker, ärzte und die pharmaindustrie freuen sich.
man muß nicht alles haben, was irgendwie machbar ist!!
das ist meine meinung.
kann ein ts nur glücklich nach einer geschlechtsumwandlung leben? ich stelle das in frage.
stecke ich eben etwas schimpfe ein.
man kann einen menschen nicht umwandeln, indem man ihm was abschneidet und/oder drannäht.
wenn ein mensch gesund ist, sollte er leben, wie ihn gott erschuf. nein, ich glaube nicht an gott. gott ist mir scheißegal. ich benutzte die redewendung, weil sie etwas über das selbstverständnis des lebens aussagt.
der mensch muß nicht überall seine finger drin haben.
da werden kinder gekauft, weil man unbedingt eins haben will; für organe gibt es einen markt; frauen verkaufen ihre gebärmutter, indem sie eine leihmutterschaft eingehen; menschen lassen sich schön operieren; ein gesundheitskult entsteht; fernsehärzte predigen zu dutzenden das gesunde leben; an den genen wird manipuliert; menschen liegen jahrelang im koma; man foltert menschen, indem man sie nicht sterben läßt ... und da kommst du als ts und sagst, es sei selbstverständlich, dass mehrere ops von der krankenkasse übernommen werden. wofür? für eine selbstverstümmelung!
mit dem geld könnte man, was weiß ich wie viele schwer kranke menschen in entwicklungsländern behandeln - ein scheiß beispiel, meinst du? meinst du wirklich? du lebst auch ohne diese ops. du bist ein vollständiger mensch.
okay, jeder kann letzlich machen, worauf er lust hat. aber das muß nicht auf kosten der allgemeinheit geschehen.
du bezeichnest ts als krankheit, wenn ich richtig gelesen habe. und die läßt sich nur durch eine geschlechtsumwandlung behandeln - welche ja nicht wirklich eine geschlechtumwandlung ist sondern chirurgische kosmetik, hormonell unterstützt.
ich bin sehr skeptisch, aurisa, verzeih.
ich würde meiner mutter eine niere spenden, aber ich würde ihr nicht meinen pimmel spenden (falls ich zwei hätte), wenn sie ts wäre.

nein, ich glaube wirklich, dass man im gesundheitssystem grenzen setzen muß, was von der allgemeinheit noch finanziert werden muß und was nicht unbedingt. sonst gibt das ein ding ohne ende.
und genau an diesem punkt würde meine oben vorgeschlagene "gruppenfinanzierung" greifen, indem sich alle ts zusammenschlössen, damit auch die ärmeren unter ihnen ihre ops haben könnten.

gruß
bon.
dus - 28. Okt, 16:58

-
Aurisa - 28. Okt, 17:53

Ziehst du jetzt einen Schlusstrich unter diese Diskussion, dus ;)...?
Viele Grüße
Aurisa

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