claudia, erstmal mein beileid.
es gibt nichts schlimmeres als menschen, die ihr leid ständig nach außen kehren. sie wissen gar nicht, was sie damit ihrer engsten umgebung antun.
auch meine mutter kenne ich eigentlich nur krank und leidend. es wäre eine ähnlich lange geschichte dies zu erzählen. zwischenzeitlich wünschte ich meine mutter fort oder gar tot, so sehr fühlte ich mich als kind/jugendlicher belastet - dabei hatte ich vorher ein sehr inniges und zärtliches verhältnis zu ihr. meine mutter konnte mir in den entscheidenden phasen meines lebens (pubertät) nicht den rücken stärken, und mein vater war ein ganz anderer typ mensch - er war unfähig gefühle offen zu zeigen, immerhin blieb er aber familienmensch und kümmerte sich auf bewundernswerte weise um meine mutter. dummerweise glaube ich, dass er mit zu den ursachen ihrer krankheitsgeschichte gehört. meine eltern kamen nicht voneinander los. auf der einen seite stand eine kranke, schwache frau, auf der anderen seite ein mann, der sich dieser frau eigentlich (intellektuell) nicht gewachsen sah aber (unbewußt) in ihrer hilfsbedürtigkeit seine chance sah - schließlich blieben sie bis heute zusammen; zwei recht ungleiche menschen, die sich über ihre defizite zusammenschweißten.
claudia, du kannst dir nicht vorstellen, wie lange wir kinder unter der krankengeschichte meiner mutter litten, noch heute leiden. meine mutter ist sich dessen nicht wirklich bewusst. sie ist von ängsten ganz zerfressen. sie ist psychisch nicht belastbar. wie soll ich aber mit meinen eltern über meine gefühle und meine probleme reden, wenn ich letztendlich das gefühl haben muss, dass ich für die nächste nervenkrise meiner mutter verantwortlich bin?
ehrlich, claudia, es ist ein albtraum, den ich so gut wie möglich verdränge, indem ich mein eigenes leben führe.
niemals will ich werden wie meine eltern.
und bis jetzt schaffte ich das auch. ich verweigere mich einfach der familie, dem kinderkriegen.
ja, ich weiß, ich bin kaputt. aber ich lasse andere nicht darunter leiden ...
denn es leiden die menschen darunter, die sich in mich verlieben. und da ich mich auch verlieben mag, lebe ich eigentlich etwas ganz und gar unmögliches.
konsequenterweise müsste ich mich völlig aus der welt zurückziehen.
ufff!
es gibt nichts schlimmeres als menschen, die ihr leid ständig nach außen kehren. sie wissen gar nicht, was sie damit ihrer engsten umgebung antun.
auch meine mutter kenne ich eigentlich nur krank und leidend. es wäre eine ähnlich lange geschichte dies zu erzählen. zwischenzeitlich wünschte ich meine mutter fort oder gar tot, so sehr fühlte ich mich als kind/jugendlicher belastet - dabei hatte ich vorher ein sehr inniges und zärtliches verhältnis zu ihr. meine mutter konnte mir in den entscheidenden phasen meines lebens (pubertät) nicht den rücken stärken, und mein vater war ein ganz anderer typ mensch - er war unfähig gefühle offen zu zeigen, immerhin blieb er aber familienmensch und kümmerte sich auf bewundernswerte weise um meine mutter. dummerweise glaube ich, dass er mit zu den ursachen ihrer krankheitsgeschichte gehört. meine eltern kamen nicht voneinander los. auf der einen seite stand eine kranke, schwache frau, auf der anderen seite ein mann, der sich dieser frau eigentlich (intellektuell) nicht gewachsen sah aber (unbewußt) in ihrer hilfsbedürtigkeit seine chance sah - schließlich blieben sie bis heute zusammen; zwei recht ungleiche menschen, die sich über ihre defizite zusammenschweißten.
claudia, du kannst dir nicht vorstellen, wie lange wir kinder unter der krankengeschichte meiner mutter litten, noch heute leiden. meine mutter ist sich dessen nicht wirklich bewusst. sie ist von ängsten ganz zerfressen. sie ist psychisch nicht belastbar. wie soll ich aber mit meinen eltern über meine gefühle und meine probleme reden, wenn ich letztendlich das gefühl haben muss, dass ich für die nächste nervenkrise meiner mutter verantwortlich bin?
ehrlich, claudia, es ist ein albtraum, den ich so gut wie möglich verdränge, indem ich mein eigenes leben führe.
niemals will ich werden wie meine eltern.
und bis jetzt schaffte ich das auch. ich verweigere mich einfach der familie, dem kinderkriegen.
ja, ich weiß, ich bin kaputt. aber ich lasse andere nicht darunter leiden ...
das stimmt nicht ganz,
konsequenterweise müsste ich mich völlig aus der welt zurückziehen.