Auris und Goldmaehne

Donnerstag, 1. Februar 2007

Ein Auto namens Auris...

Zusammenfassung:
Toyota stellt im Februar in Deutschland sein neues Auto vor das ebenso heisst, wie meine Fantasy-Kämpferin: Auris


Hallo alle zusammen,
es hat mir ja schon vor einiger Zeit jemand gesagt, aber jetzt ist es dann bald soweit:

Toyota stellt sein neues Auto vor namens, genannt:

Auris

Beispielsweise hier zu sehen:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,463705,00.html
Danke an Conny für den Link :).

Find ich lustig ;)... daß die ein Auto genauso nennen wie meine liebe und unentbehrliche Kämpferin Auris...

Auris ist übrigens der lateinische Begriff für Ohr, wie mir Seigneur vor langer langer Zeit bei 20six verraten hat...
Ich wusste das bis dahin gar nicht...
Denn ich hatte diesen Namen aus ganz anderen Gründen gewählt... aus denselben Gründen, wegen denen Toyota jetzt ihr Auto so genannt hat, nämlich wegen der Silbe:
Au die im Periodensystem der Elemente für Aurum = Gold steht.

Das war als kleine Anspielung auf Auris goldenes Haar gedacht, das ja sozusagen ihr Markenzeichen ist... egal ob als Auris - oder als Goldmähne, ihrem alter Ego...

Und jetzt also ein goldenes Autochen ;)...

Nett... aber meine Auris ist mir doch wesentlich lieber...
Auch wenn sie nur in meinem Kopf und nur für mich existiert... sie kann mir helfen Dinge zu tun, die kein Auto dieser Welt jemals für mich tun oder überhaupt fertigbringen kann...

Ansonsten hab ich auch kein Problem damit, daß sie ihr Auto ebenso nennen wie meine Auris... den Namen haben die schließlich ebensowenig erfunden wie ich... den gab es vorher schon...

Was anderes wäre es gewesen, wenn sie das Auto Aurisa genannt hätten...
Das ist nun wirklich mein ganz persönlicher Name... und bei dem möchte ich nicht, daß er von jedem mit etwas ganz anderem in Verbindung gebracht wird...

Viele Grüße

Aurisa
die eine und einzige ;)...

P.S: Ich frag mich ja, ob denen der Witz überhaupt aufgefallen ist, daß das Au für Gold in Auto ja auch schon drinsteckt ;)...

Donnerstag, 9. Februar 2006

Auris und Aurisa

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag.

Hallo,

da in meinem Aurisa-Blog so oft von Auris die Rede ist und ich schon so oft gefragt worden bin, was es mit ihr auf sich hat, will ich das hier kurz erklären, vor allem auch, weil sie in meinem Leben eine so wichtige Rolle spielt.

Auris ist eine fiktive Person, die ich mir ursprünglich für ein Fantasy-Rollenspiel ausgedacht habe.

Ausgedacht habe ich mir Auris Anfang der neunziger Jahre.

Aber ihre Geschichte beginnt eigentlich schon viel früher, im Sommer 1984.

Damals erschienen die ersten (kommerziellen) deutschen Fantasy-Rollenspiele (vorher gab es nur semiprofessionelle Fan-Rollenspiele), die ich mir dann auch gleich gekauft habe.
Und wenig später habe ich dann schon mein erstes Rollenspiel geleitet.

Diese Spiele haben mich von Anfang an fasziniert, weil man dort so seiner Phantasie freien Lauf lassen und so vieles tun konnte, was im realen Leben nicht möglich war.

Besonders ein Satz in einem der Regelbücher hat sich mir sofort eingebrannt:
"Über den NAMEN und das GESCHLECHT Ihres Helden dürfen Sie selbst entscheiden." (die Hervorhebungen waren so im Text).

Das hiess doch nichts anderes, als daß man dort auch Helden (so nennt man die Charaktere, die man spielt) spielen durfte die ein anderes Geschlecht haben als man selber.

Und ich glaube es leuchtet jedem ein, daß diese Möglichkeit jemand wie mich ausgesprochen faszinieren muss...

1984... Ich glaube damals hatte ich überhaupt gerade erst erfahren, daß es so etwas wie Transsexualität und Geschlechtsumwandlungen gibt.

Daran, daß ich jemals als Frau würde leben können, war damals überhaupt nicht zu denken...
Davon konnte ich damals allenfalls träumen... Und die Rollenspiele waren DIE Gelegenheit für mich diesen Traum zu träumen, den ich in der Realität damals nie hätte leben können...

Dort also konnte ich eine weibliche Heldin spielen, dort war es erlaubt...

Aber zuerst habe ich mich nicht getraut. Was sollten denn meine Mitspieler denken, wenn ich eine Frau spielen würde...? Die würden am Ende noch denken ich sei schwul oder sowas...

Also habe ich mir zuerst einen männlichen Magier zugelegt... mit dem ich aber nie so richtig warm geworden bin, wohl gerade weil es ein Mann war...

Aber neben diesen Helden = Charakteren, die von den Spielern gespielt werden gibt es ja auch noch die sogenannten Meisterfiguren, die vom Spielleiter gespielt werden.

Ja und da hatte ich vom ersten Abenteuer an eine Meisterfigur namens Ilfa. Eine Elfin, die eigentlich nur als Nebenfigur im ersten Abenteuer gedacht war, die mir dann aber so gut gefiel, daß sie die Helden der Spieler weiter begleitete.
Und SIE durfte ich ja spielen, ohne daß mich jemand schief ansah. Denn sie war je eine Meisterfigur.
Und der Spielleiter spielte ja alle Menschen denen die Helden begegneten, egal ob Männer oder Frauen. Also musste ich ja sogar auch Frauen spielen und hatte damit eine Rechfertigung auch Ilfa spielen zu dürfen ohne irgendeinen 'Verdacht' zu erregen...

Und so wurde Ilfa zu meiner heimlichen Heldin in diesen Abenteuern...

Irgendwann wurde mir das auch klar, warum sie mir wichtig war und mein männlicher Magier gerade nicht.

Und Jahre später brauchte ich dann einen neuen weiblichen Charakter.
Ilfa die ich ganz zu Anfang geschaffen hatte genügte mir nicht mehr.
Weil ich damals noch zu wenig Ahnung hatte, war sie mir allzu flach ohne viel Tiefgang geraten.
Sie war einfach gut und nett und das war es dann schon so ziemlich. Es fehlten einfach die Reibungspunkte bei ihr, die Entwicklungsmöglichkeiten boten...

Und so habe ich mir Auris geschaffen...

Aber ohne Ilfa hätte es Auris nie gegeben. Ilfa ist sozusagen, der 'Prototyp', das 'Vorläufermodell'.
Und weil mir das damals auch klar war, habe ich Ilfa im Spiel dann zur Mutter von Auris gemacht , denn das ist sie in einem gewissen Sinne ja tatsächlich...
Durch Ilfa habe ich gelernt, wie sehr ich mir wünschte, einen weiblichen Charakter zu führen und was mir bei Ilfa gefehlt hatte...
All das, was ich bei Ilfa vermisste, was ich versäumt hatte ihr mitzugeben, das bekam jetzt Auris... teilweise bewusst, teilweise auch unbewusst...

Auris wurde für mich die Frau, die ich gerne gewesen wäre, die ich aber nie sein kann...
Mit ihr bekam mein Traum vom Frausein ein Gesicht, einen Charakter und eine Stimme...
Und ich habe so viel von mir in sie hineingelegt... Meine Stärken... aber vor allem auch meine Macken...
Und noch wichtiger, ich habe ihr unbewusst das gegeben, was mir am meissten fehlte:
*die Kraft zu kämpfen
*und die Fähigkeit sich zu öffnen und auf andere Menschen zuzugehen.

Beides hatte mir bis dahin weitgehend gefehlt. Und beides hätte ich so dringend gebraucht...

Und damals, Anfangs der neunziger Jahre hatte ich mir jetzt mit Auris unbewusst und ungeplant ein VORBILD geschaffen...

Auris war und ist mir so ähnlich, daß ich mich meisstens problemlos mit ihr identifizieren kann.

Aber gleichzeitig ist sie eigenständig genug um eine ganz eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
Jeder der schon mal eine Geschichte geschrieben hat weiss, daß die Personen, die man sich dafür ausdenkt - vorausgesetzt, sie haben genug Tiefgang - die Tendenz haben sich zu verselbständigen und nicht unbedingt immer das tun zu wollen, was ihr Erfinder von ihnen erwartet. So auch Auris ... BESONDERS Auris, schließlich habe ich ihr auch meinen Dickkopf mit auf den Weg gegeben *g*...

Ja und damit hatte ich mir nicht nur ein Vorbild geschaffen, dem ich nacheifern konnte und wollte, sondern auch noch jemand der mich kritisierte und vor allem auch motivierte... gerne auch durch mentale Ärschlitritte ... und diese Rolle füllt sie bis heute aus...

Auris, das war und ist die Frau die ich nicht sein konnte und die ich doch so gerne gewesen wäre...

Und sie hat es mir ermöglicht mich zu trauen mich zu öffnen...
Sie hat mir die Kraft gegeben den Weg zur Frau zu gehen...
Und sie hat mir den Weg gezeigt...

Ich weiss, letztlich habe ich all das gemacht und letztlich ist es meine Kraft...

Aber Auris hat es mir erst ermöglich diese innere Quelle der Kraft zu finden und anzuzapfen.

Ohne sie hätte ich all das nie geschafft.

Ohne sie würde es heute keine Klaudia geben... und ohne sie würde ich hier auch nicht bloggen.

Und darum habe ich - ihr zu ehren und um mich daran zu erinnern, daß sie immer bei mir ist und mir mit ihrer Kraft helfen kann - mir schließlich als dritten neuen Vornamen Aurisa gewählt, mit -a am Ende um Verwechslungen zwischen Auris und mir zu vermeiden und um klar zu machen, daß sie zwar ein Teil von mir ist, aber doch eine eigenständige Persönlichkeit...

Jetzt wisst ihr, in Kürze, was es mit Auris und Aurisa auf sich hat.

Die ganze Geschichte ist viel länger. Zu lange um sie hier zu erzählen.
Aber ich denke es ist klar, warum Auris so wichtig für mich war und ist.

Viele Grüßle

Aurisa

*Zum Blog-Starteintrag:
http://aurisa.twoday.net/stories/1504914/

*Was ein Fantasy-Rollenspiel ist ist hier erklärt:
http://aurisa.twoday.net/stories/1521104/

20six-Eintrag 2003: Auris - Lieblingssprüche:

"Geht nicht, gibt's nicht."

"Es gibt immer einem Weg, du mußt ihn nur finden."

"Wir ziehen das jetzt durch."

"Ich komme wieder."

"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren."

"Vertrau mir."

"Das ist ein Versprechen."

LINKS:

*Zum Blog-Starteintrag:
http://aurisa.twoday.net/stories/1504914

Montag, 6. Februar 2006

20six-Eintrag 2003: Was sind Fantasy-Rollenspiele?

Hallo ihr Weblogger :),

huhuu auch Astradyne, da du danach gefragt hast, beeile ich mich damit, was zum Thema zu schreiben ;)...

Also, ich werde hier im Internet häufiger mal gefragt, was denn eigentlich diese Fantasy-Rollenspiele sind die ich mache.

Das Prinzip bei Rollenspielen ist eigentlich ganz simpel, nur dummerweise etwas kompliziert zu erklären.

Aber genug der Vorrede...

Rollenspiele kommen, wie so vieles, aus den USA. Dort erfand vor so etwa dreißig Jahren - ups weiß es gar nicht auswendig wann genau *schäm* ;) - ein gewisser Gary Gygax (ja, der heißt wirklich so ;)) das erste Rollenspiel, namens Dungeons & Dragons (D&D). Seit 1984 gibt es D&D auch auf Deutsch, und gleichzeitig erschien das erste deutsche professionelle Rollenspiel Das Schwarze Auge (DSA).

D&D und DSA sind FANTASY-Rollenspiel, d.h. sie spielen in einer Fantasy-Welt, falls ihr den Herrn der Ringe (das Buch oder den Film) kennt wißt ihr was damit gemeint ist, ansonsten definiere ich Fantasy (stark vereinfacht!!!) als: eine fiktive (meist) mittelalterliche Welt in der Magie real ist. Die meisten Rollenspiele sind Fantasy-Rollenspiele, vielleicht weil sich durch die Magie etwaige Unstimmigkeiten in der Welt noch am ehesten erklären lassen. Daneben gibt es aber auch noch andere Rollenspiel-Arten, vor allem Science-Fiction und Horror-Rollenspiele, aber auch noch viele andere Varianten (z.B. Detektiv-Rollenspiele), die selten wirklich weit verbreitet waren.

Der Gag bei Rollenspielen ist, wie es die Bezeichnung ja schon dezent andeutet ;), daß man dabei eine Rolle spielt, allerdings meist nicht so wie etwa im Film oder Theater. Ein Rollenspiel ist so ähnlich als ob man einen Film oder ein Buch nachspielen würde. Dabei spielt jeder Spieler eine (Haupt-)person aus der Geschichte, diese Figuren werden auch 'Helden' genannt. Das ist aber noch nicht alles. Das Spiel wird von einem Spielleiter moderiert, und er ist auch der einzige der zu Beginn des Spieles weiß, worum es darin eigentlich gehen wird. DARIN liegt dann auch ein Teil des Reizes an der Sache für die Spieler... die Ungewissheit darüber, was auf sie zukommt erzeugt Spannung, schließlich könnten ihre Helden schlimmstenfalls auch sterben im Spiel, und natürlich identifizieren sich die Spieler auch bis zu einem gewissen Grad mit ihren Helden, und selbst wenn nicht, man hängt einfach an seinen Helden. Außerdem ist es natürlich auch reizvoll mal in eine andere Haut schlüpfen zu können, durch seinen Helden Dinge zu tun, die man sich real nie trauen würde, neue Seiten an sich entdecken uns ausleben können (ich muss es ja wissen *grins* ;)), oder auch Dinge zu tun, die man im wirklichen Leben schlicht nicht tun kann, weil sie unmöglich sind, oder man keine Gelegenheit dazu hat, die klassischen Heldentaten eben, die den Spieler-Helden den Namen gegeben haben. Im der Realität gibt es halt nicht allzuviele Prinzessinen die man retten könnte... vor Drachen schon gar nicht. In Fantasy-Rollenspielen sind diese Spielerhelden dann auch oft (wenn auch längst nicht immer) Ritter, Magier, Elfen, Zwerge usw... die klassischen Fantasy-Heldenfiguren seit Herr der Ringe eben...

Der Spielleiter ist dabei Geschichtenerzähler, Moderator und Schiedsrichter in einer Person. Er verkörpert alle Menschen die den Spielerhelden in der fiktiven Welt begegnen, außerdem alle anderen Wesen, Tiere, Pflanzen und die gesamte unbelebte Welt, ja in gewisser Weise IST er währen des Spieles die ganze Spielwelt. DAS ist sicher auch ein Grund, warum jemand überhaupt die ganze Arbeit und den Stress des Spielleitens auf sich nimmt, den wann hat man in der realen Welt schon mal die Gelegenheit 'GOTT' zu spielen ;)? Der zweite wichtige Grund Spielleiter zu sein ist, daß man dabei seine Phantasie wunderbar ausleben kann. Im Extremfall kann man sich dabei ja eine ganz eigene Welt ausdenken, das machen allerdings nur die wenigsten, weil das sehr viel Arbeit macht. Die meisten siedeln ihre Abenteuer in 'vorgefertigten' Welten an. Auch die Abenteuer selber kann man kaufen wenn man will... ich persönlich habe solche 'Dosenabenteuer' ;) aber nie geleitet als Spielleiterin, da wäre für mich der eigentliche Reiz weg. Für mich liegt der Spass als Spielleiterin darin, mir selber Geschichten auszudenken.

Was aber auch noch sehr schön und wichtig ist bei Rollenspielen ist, daß man nie weiß, wie sie ablaufen werden, nicht einmal der Spielleiter weiß das so genau. Der Spielleiter hat zwar einen ungefähren Plan im Kopf wie das Abenteur ablaufen sollte... nur die Spieler wissen davon ja nichts, und haben meistens ganz andere Pläne ;)... Dann heißt es für den Spielleiter improvisieren, wenn die Spieler mal wieder partou nicht machen wollen, was sie sollen ;)... Gerade das Improvisieren ist zwar oft stressig, ist aber auch sehr reizvoll, dabei kommen oft sehr nette völlig ungeplante Spielabläufe heraus. Und wie gesagt, niemand weiß wie das Abenteuer dann abläuft, und wie es ausgeht. Ein happy end ist nicht garantiert...

So, jetzt habe ich das wichtigste geschildert, denke ich mal.

Eines noch. Es gibt verschiedene Rollenspiel-Typen:

*Am wenigsten den eigentlichen Rollenspielen zu tun haben die Computer-Rollenspiele, wo man alleine (oder im Mehrspieler-Modus) eine Heldengruppe leitet und metzelnd und Schätze raffend durch die diversen Verliese zieht... obwohl die Abenteuer damals bei D&D ja genauso schlicht angefangen haben ;)... Der Nachteil dabei ist halt vor allem, daß man das meist allein spielt, und mit Rollenspielen ist da nicht viel... darum mache ich die auch schon lang nicht mehr. Mich reizt mehr die Interaktion mit anderen Menschen und das kann ein Computerrollenspiel so nicht bieten.

*Schon deutlich mehr Rollenspiel findet bei den Online-Rollenspielen statt, wo man einen oder mehrer Helden durch eine Computergenerierte Welt führt und dort sowohl computerwesen als auch den Helden anderer Spieler begegnen kann. Ist sicher auch interessant, ich habe das bisher aber noch nie gemacht, weil mir klar ist, daß man da sehr viel Zeit verbraten kann, darum fange ich da lieber gar nicht erst an, bin ohnehin schon zu lange ON... ;). Wenn man so ein Online-Rollenspiel ernsthaft machen will, dann dauert das, in der Regel kann man sowas ja sogar unbegrenzt lange spielen.

*Außerdem gibt es dann noch die sogenannten LIVE-Rollenspiele. DAS habt ihr vielleicht auch schon mal in irgendwelchen reisserischen Fernsehreportagen gesehen. Da laufen dann irgendwelche merkwürdig kostümierte Gestalten durch die Wälder oder durch irgendwelche Burgen fuchteln mit Schwertern rum (meist nicht mit echten versteht sich...) brüllen rum usw. Jedenfalls ist DAS das Bild, das die Medien gerne von Rollenspielern verbreiten: ein Rudel hirnloser Irrer, sind wir Rollenspieler angeblich alle, und gefährlich natürlich auch... wenn nicht für andere, dann zumindest für uns selber. Ich selber habe nie ein Live-Rollenspiel gemacht, womit ich aber nichts gegen Live-Rollenspieler sagen will, ich würde das durchaus auch mal machen, ist mir aber zuviel Aufwand.

*Was ich mache, das sind die ganz normalen pen&paper-Rollenspiele, also das was D&D war und ist. pen&paper bedeutet, daß wir alle ganz brav um einen Tisch sitzen, und man - außer einem warmen trocken Plätzchen und vielleicht noch ein bisschen was zu knabbern - nur die Spielregeln und was zum schreiben dazu braucht, d.h. wir sind weder verkleidet dabei, noch fechten wir Kämpfe mit der Waffe aus o.ä. Die gefährlichsten Waffen bei pen&paper-Rollenspielen sind gespitze Bleistifte, und eine scharfe Zunge ;)... Das Ganze läuft also rein Verbal ab. Der Spielleiter schildert den Spielern die Situation und fragt sie dann irgendwann was sie unternehmen wollen bzw. gibt ihnen einfach die Gelegenheit zu handeln. Dann sind sie an der Reihe, zu schildern was ihre Helden tun, bzw. im Dialog über den Spielleiter mit den Wesen zu sprechen die er führt, dann ist wieder der Spielleiter am zug usw... Theoretisch könnte man das alles auch ohne Regeln und Würfel und Schreibzeug spielen, diese Utensilien dienen aber dazu, daß das Ganze auch fair abläuft.

So, ich denke das war es im Wesentlichen in Kürze. Fragt ruhig, falls ich was vergessen habe, oder noch was unklar ist :).

Viele Grüße :)

Aurisa

LINKS:

*Zum Blog-Starteintrag:
http://aurisa.twoday.net/stories/1504914

Ein bisschen multiple... Ich bin viele ;)...

Hallo zusammen,

nein ich bin keine multiple Persönlichkeit ;)... aber auch wenn wir uns als einheit, als EINE Person empfinden... ein bisschen 'multipel' sind wir alle...

Jeder von uns kennt die wiederstreitenden 'Stimmen' in sich, die absolut nicht immer einer Meinung sind...

Fast jeder hat schon mal etwas von Freud, vom Ich, Es und Über-Ich gehört...

Und wer sich schon mal ein bisschen mit Gehirnforschung beschäftigt hat weiss, daß es mit der Einheitlichkeit unserer Persönlichkeit nicht so weit her ist, wie wir gewöhnlich glauben...
Um nur ein Beispiel zu nennen:
Wenn man die rechte und die linke Gehirnhälfte voneinander getrennt befragt (etwa bei Meschen, bei denen die Verbindung zwischen beiden Gehirnhälften durchtrennt ist), dann kann man erfahren, daß beide durchaus eigenständige, wenn auch unvollständige, Persönlichkeiten sind.
So stellte sich beispielsweise die eine Hirnhälfte bei einer Untersuchung nach eigener Aussage als Athesist heraus, während die andere angab an Gott zu glauben...
Oder bei einer Frau mit getrennten Hirnhälften wollte die eine Körperseite bzw. deren Gehirnhälfte ein bestimmtes Kleid anziehen... und die andere Seite/Hälfte nicht, weil sie einen anderen Geschmack hatte und dieses Kleid nicht mochte...

Das und anderes mehr meine ich, wenn ich sage, daß wir keine so einheitliche Persönlichkeit sind, auch wenn wir uns so empfinden...

Ja und da ist es durchaus nur konsequent, wenn ich - wie ihr wisst - sozusagen einen Schritt weiter gegangen bin und bei mir gewisse Persönlichkeitsanteile einen Namen und ihren eigenen Kopf bekommen haben ;).
Wobei natürlich auch meine Transidentität daran nicht ganz unschuldig ist... allein schon, weil ich durch sie mehr Namen in meinem Leben hatte als die meissten anderen...

Ich hatte natürlich schon öfter mal über die verschiedenen Persönlichkeiten geschrieben, aber ich glaube noch nie über ALLE...
Darum will ich das hier nachholen... auch damit hier eventuelle neue Leser halbwegs durchlicken, wer wer ist ;)...

Also da wären:

*Auris: eine fiktive Person.
Sie ist meine Kämpferin, die harte, konsequente, prinzipientreue... die immer tut was sie für richtig hält und für ihre Überzeugungen wenn nötig auch sterben würde...
Sie hat einiges mit Freuds Über-Ich gemeinsam, ist aber nicht mit diesem identisch... Vor allem hat sie zum Glück auch Humor und Selbstkritik, sonst wäre sie wohl eine ziemlich unerträgliche Sklaventreiberin ;)...
Ihr Aufgabe ist es mir die Kraft zu geben, die ich brauche um weiterzumachen und gegen meine Ängste anzukämpfen, mich vor Depressionen zu beschützen... und mir öfter mal in den Allerwertesten zu treten ;)...
Ironischerweise ist Auris, obwohl ich sie immer als Frau sehe, mit ihrem ausgeprägten Kampfgeist ausgeprochen 'männlich', schließlich gilt gerade das ja als 'typisch männlich'....

*Goldmähne: ebenfalls eine fiktive Person.
Sie ist Auris 'Gegenpart', ihre andere Hälfte, sozusagen die andere Seite der Medallie.
Auris und Goldmähne gehören untrennbar zusammen, wie eine Münze, obwohl sie so verschieden sind.
Wo Auris hart ist, da ist Goldmähne sanft... wo Auris kämpft, da versucht Goldmähne zu schlichten und Konflikte zu vermeiden...
Goldmähne ist die menschenfreundliche, die an das Gute im Menschen glaubt, in ALLEN Menschen... auch den schlechtesten... worüber sie sich oft mit Auris streitet, die meint, daß manche Menschen einfach nichts taugen und sich auch nie ändern würden...
Goldmähne ähnelt ein wenig Freuds ES, ist aber nicht damit identisch. Sie ist ein wenig kindlich und verspielt geblieben. Sie hat viel Humor - eine der wenigen Gemeinsamkeiten mit Auris, allerdings ist Goldmähnes Humor sanfter... - ist kreativ und spielt auch gerne mal Streiche... aber sie wird niemals boshaft... und auch wenn sie manchmal wütend werden kann... sie verzeiht schnell wieder und ist immer zur Versöhnung bereit...
Ihr Aufgabe ist es, mir zu helfen mit meinen Mitmenschen zu reden... Sie ist die Kommunikative...
Wenn ich hier mit euch rede, dann ist in einem gewissen Sinne - meisstens - Goldmähne die mit euch spricht...
Sie hat mir geholfen, mich zu öffnen...
Ohne sie würde es dieses Blog darum ebensowenig geben, wie ohne Auris...
Ja und wenn Auris in mancher Beziehung männlicher ist, als ich es früher je war, so ist Goldmähne ausgesprochen weiblich in ihrem Charakter...

Soviel zu den fiktiven Personen...
Dann wären da noch:

*Klaus: mein früheres, männliches Selbst, das es heute offiziell nicht mehr gibt... Aber natürlich ist er nicht tot!
Schließlich hängt seine Existenz weder an irgendwelchen Gerichtsentscheiden noch an meinem Äußeren...
Der Klaus von früher war eine sehr ängstliche, von Zweifel, Zwängen und Depressionen geplagte Person...
Diesen Klaus gibt es heute so nicht mehr... aber natürlich ist er auch nicht ganz verschwunden...
Gewisse Neigungen zu Ängsten, Depressionen, Introvertiertheit usw. sind wohl angeboren und lassen sich zwar bessern, aber völlig ablegen kann man sie wohl nicht. Dazu sind sie zu tief in der Persönlichkeit verankert.
Aber zum Glück habe ich inzwischen ziemlich gut gelernt mit all dem klar zu kommen...
Darum spielt der Klaus von früher heute zum Glück keine große Rolle mehr... aber hin und wieder dann doch...
Seine Rolle ist die des Warners und Bremsers.
Mit seinem Pessimismus und seinen Ängsten kann er verhindern, daß ich allzu übermütig werde und mich leichtfertig auf riskante Sachen einlasse...
Auch Pessmismus hat durchaus seine Berechtigung!
Aber nur in Maßen und nur dann, wenn er auch angemessen ist!
Abgesehen davon, daß ich Klaus sowieso weder 'Umbringen' kann noch will, hat er so inzwischen durchaus eine nützliche Funktion übernommen...

*Cornelia: eine reale Person... und doch auch wieder nicht...
Cornelia erwähne ich hier nur der Vollständigkeit halber...
Zwar BIN ich rein formal Cornelia. Das ist inzwischen schließlich mein zweiter Vorname, aber trotzdem bleibt Cornelia für mich immer ein wenig eine fiktive Person...
Cornelia, den Namen habe ich mir ausgesucht, als ich damals in der Phase war, wo ich am liebsten meine ganze 'männliche' Vergangenheit hinter mir gelassen hätte und nie wieder etwas damit zu tun haben wollte...
Damals wollte ich nicht Klaudia heissen, weil das zusehr an den Klaus von früher erinnerte... darum der Name Cornelia... Cornelia, das ist die Frau, die ich gerne wäre... eine fiktive ganz normale Frau...
Aber das kann ich niemals sein... Die Illusion irgendwann mal ein fast normales Frauenleben führen zu können, die habe ich inzwischen aufgegeben... und darum spielt der Name Cornelia heute und in Zukunft auch keine große Rolle mehr für mich...
Nur manchmal, wenn ich die Trauer darüber aufkommt, daß ich nun mal keine normale Frau sein kann... oder die Sehnsucht eine zu sein...
Abgesehen davon spielt dieser Name keine Rolle für mich, da es diese Cornelia von der ich träume nie gab und niemals geben wird...

*Aurisa: eine reale Person... zumindest im virtuellen Leben ;)...
Aurisa... auch das bin ich, schließlich ist das heute mein dritter Vorname.
Trotzdem ist Aurisa eiin wenig eine virtuelle Persönlichkeit...
Wie eine Bekannte mir einmal sagte:
"Niemand ist im Web genauso wie im wirkichen Leben!"
Und da hat sie zweifellos recht...
Ich bin hier im Web offener, lockerer, witziger... und vor allem bedeutend gesprächiger ;) als im wirklichen Leben... Daher passt das sehr gut, wenn ich hier den Namen Aurisa verwende...
Die Aurisa, die ihr hier kennt hat sehr viel von Auris... und noch mehr von Goldmähne...

Ja und zuletzt ist da noch:

*Klaudia: von allen diesen Persönlichkeiten sicher die realste...
Klaudia... das ist in meinem Empfinden der Mensch, der hier im realen Leben vor dem Computer sitzt und diese Zeilen schreibt...
Das bin am ehesten ICH, soweit man das überhaupt sagen kann, denn wie gesagt ist unser ich nicht so einheitlich wie wir gemeinhin glauben...
Klaudia ist weniger hart und konsequent als Auris... und weniger offen als Goldmähne... aber zum Glück auch nicht so pessimitisch wie Klaus es einmal war...
Und im Vergleich zu Aurisa könnte man ganz einfach sagen:
Klaudia = Aurisa MINUS deren große Klappe ;)...
Im wirklichen Leben bin ich nun mal leider immer noch ziemlich introvertiert...
Klaudia ist sozusagen ein Kompromiss zwischen den anderen Charakteren... und sitzt damit manchmal zwischen allen Stühlen ;)...
Ja und ja nachdem, ob gerade Auris, Goldmähne oder Klaus dominant sind liest sich das hier an... manchmal ganz verschieden...
In der Regel ist es wie gesagt gewissermaßen Goldmähne, die hier mit euch redet... die nette, menschenfreundliche... Klaus spricht hier, wenn beispielsoweise mal wieder von Zweifeln die Rede ist...
Und von Auris rede ich meisstens, wenn sie mir mal wieder hilft Ziele zu erreichen, indem sie mich dazu motiviert, a la Feldwebel ;)...

Tja... soviel zu mir ein bisschen multiplen Persönlichkeit ;)... Es wären sicher auch ganz andere oder noch mehr Persönlichkeiten denkbar, oder auch ein Leben mit nur einer ;)... aber für mich hat sich diese Kombination nun mal einfach so ergeben... und im Laufe der Zeit als - meisstens... - sehr hilfreich herausgestellt.
Und darum sehe ich auch keinen Grund, warum ich etwas daran ändern sollte...
Ganz im Gegenteil... wenn aus irgendeinem Grund morgen Auris oder Goldmähne nicht mehr da wären, dann hätte ich ein ganz massives Problem... und mit Einschränkungen gilt das sogar für den depressiven Klaus...
Sie alle gehören zu mir... und alle zusammen machen sie die Klaudia aus, die das hier schreibt...

Ich finde ein bisschen multiple ist doch ganz nett. Da ist man wenigstens nie allein ;)...

Viele Grüßle

Aurisa (oder wer auch immer ;)...)

LINKS:

*Zum Blog-Starteintrag:
http://aurisa.twoday.net/stories/1504914

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