TI-Tagebuch, 20six 2003

Donnerstag, 9. Februar 2006

29.August 2003: OP-Risiken und Anderes

Hallo ihr alle :),

ich hatte gestern seit längerem mal wieder ein Gespräch im Chat mit einer Transidenten aus Brandenburg.

Ich kenne A schon ein Jahr oder länger. Sie hat inzwischen alles hinter sich, hat die Sache in nur einem Jahr durchgezogen, schneller geht es kaum noch, und so schnell geht es auch nur, wenn Ärzte, Gutachter, das Gericht und die Kassen alle mitspielen, was eher die Ausnahme als die Regel ist.

Zwar habe ich A noch nie persönlich kennengelernt, aber bei ihr bin ich mir - im Gegensatz zu gewissen anderen 'Transidenten' die ich im Chat kennengelernt habe - sicher, daß sie echt - sprich wirklich Transident - ist. Sie kennt sich sehr gut aus mit der Transidentität, ihr Bild passt zu ihrer Geschichte und sie erzählt mir niemals irgendwelchen Mist oder gar Lügen.

Darum halte ich auch alle Infos die ich von ihr bekomme für glaubwürdig.

Gestern hat sie mir u.a. erzählt, daß sie bei ihrem Arzt eine Statistik zu sehen bekommen hat, über die Komplikationen bei der geschlechtsangleichenden Operation.

Mir war schon klar, daß die OP nicht unproblematisch ist, auch wenn das viele Leute zu glauben scheinen, aber ich war dann doch überrascht, wie hoch die Komplikationsrate ist.

Bei 70 % dieser (Mann-zu-Frau) Operationen gibt es Komplikationen, und bei 10-15% der Operationen sind die Komplikationen schwer.

Mögliche Komplikationen können z.B. Harnröhrenverschluss, absterbendes Gewebe (der Neovagina), Abstoßung der Neovagina, Dickdarmdurchstoßund und ich weiß nicht was noch alles sein. Ob fehlendes Gefühlsempfinden nach der OP da als Komplikation mitgerechnet ist weiss ich nicht mal...

Es wird halt nicht einfach nur was abgeschnitten (das wäre kein großes Problem), sondern es soll auch etwas neues aufgebaut werden, und das ist nicht so einfach...

Auch sonst war das Gespräch mit ihr mal wieder sehr interessant.

Beispielsweise meint sie, ich sollte nicht so viel auf das Gerede von anderen Transidenten geben, wie ihr OP-Ergebnis geworden wäre. Das sei wie bei Männern die über ihre Autos redeten, da hätte auch jeder das tollste, seiner Meinung nach ;)... Na über Autos habe ich nie geredet, mir hat es gereicht, wenn meines gefahren ist ;), bin halt kein Mann ;).

Interessanterweise hat sie ihre OP ausgerechnet bei jemand machen lassen, der als... nun ja der nicht gerade den besten Ruf hat... Wie gesagt, sie wollte alles so schnell wie möglich hinter sich bringen, und die guten Operateure/-innen haben lange Wartelisten... Sie hatte dann auch so ca ein 3/4 Jahr ständig Schmerzen und mehrere nach-OP's, keine Ahnung ob das typisch ist, da muss ich in der TI-Gruppe bei den schon operierten mal rumfragen, aber ein 3/4 Jahr kommt mir doch ungewöhnlich lang vor... Na jedenfalls ist bei ihr jetzt endlich alles ok. Ich hoffe sie wird glücklich mit dem Ergebnis.

Wir sind dann auch mal wieder auf das Thema 'coming out' gekommen. Wie ihr ja wißt gehe ich sehr offen mit meiner TI um, witzigerweise meinte sie jetzt gestern, daß sie auch mal ne Phase hatte, wo sie überlegte, bei wem sie sich jetzt noch outen könnte ;).

Inzwischen dagegen hat sie so ziemlich die Nase voll von dem ganzen TI-Kram, und will eigentlich nur noch ganz normal als Frau leben.

Auch das ist normal denke ich. Das habe ich schon oft gehört. Sicher gibt es auch sehr viele, die es gar nicht erst schaffen den Weg zur Frau ganz zu gehen, und die immer irgendwo im 'Dazwischen' hängenbleiben. Wenn sie das bewußt tun ist das ja auch ok, aber wenn sie nur einfach nicht die Kraft finden diesem Weg zu gehen, dann finde ich das sehr traurig :(. Ja und dann gibt noch die, die nie übezeugend genug als Frau wirken werden und die deshalb zwangsweise immer von der Umwelt als Transe angesehen werden, und schließlich gibt es noch die 'Berufstransen' wie es mal jemand formuliert hat, d.h. die Transidenten, die überall raushängen lassen, daß sie Transident sind, weil sie die Reaktionen der Umwelt brauchen... Sowas möchte ich nicht werden, auch wenn ich mir momentan natürlich die positiven Reaktionen die ich bekomme, gut tun, aber auf Dauer... nein, auf Dauer wünsche ich mir einfach nur in Ruhe leben zu können.

Das hat mich dann auch mal wieder auf die Frage gebracht, was ich später nach der OP wohl machen werde, wegen meiner TI. Hier aus der Gegend wegziehen, woandershin, wo mich niemand kennt, will ich nicht, ich bin hier verwurzelt, ich gehöre nicht zu den Menschen die es in die weite Welt zieht. Aber wenn ich hier wohnen bleibe, dann werde ich für die Leute hier in D immer der 'umoperierte Kerl' bleiben, wie A es über sich und die Leute in ihrem Städchen formlierte. Sie wohnt momentan auf dem Land und will so bald wie möglich nach Berlin ziehen, sicher eine gute Entscheidung. Ich weiss jetzt noch nicht was ich mache, aber vielleicht ziehe ich ja nicht ganz weg, aber in der Gegend um. Immerhin wohnen im Großraum S auch mehrer Millionen Menschen. Ich denke mal, da müßte es doch möglich sein wohin zu ziehen, wo mich niemand kennt, aber wo ich noch nahe genug bin um weiter meine Bekannten aus der Gegend treffen zu können. Aber das ist noch Zukunftsmusik, vorher muß ich noch so einiges ins Reine bringen...

Bei der Gelegenheit ist mir auch gleich noch die Frage eingefallen, was ich denn nach der OP eigentlich mit meinem Weblog mache. Irgendwann wird sich das Thema TI bei mir - hoffentlich !!! - weitgehend erledigt haben, und wie gesagt, ich will nicht den Rest meines Lebens als 'Berufstranse' verbringen...

Also was mache ich dann? Diese Weblog beenden und ein neues unter einem ganz neuen Namen (den keiner, oder nur die Leute denen ich wirklich vertraue, hier kennt) anfangen? In dem Fall würde ich für viele meiner Leser hier gewissermaßen für immer 'verschwinden'. Oder soll ich das hier und ein neues parallel führen? Na hat ja noch etwas Zeit, ein Jahr oder so... Aber eure Meinung zu dem Thema würde mich schon interessieren...

Viele Grüßle :)

Aurisa

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24.August 2003: Chatterparty, letzter Teil

Sonntag, 24. August 2003

Chatterparty, letzter Teil

Hallo noch einmal :),

nach der Party haben mich segel und zahni dann wieder zurück zum Bahnhof gefahren. Ich habe den beiden dann noch erklärt, daß ich nächstes Jahr vielleicht nicht zur Party kommen kann, weil meine OP eventuell um die Zeit sein könnte und ich da auch vorher oder nachher dann eine Weile nicht kann, hinterher bin ich sowieso sicher nicht in der Verfassung für große Reisen.

Am Bahnhof dann der Abschied. Ob man sich wohl irgendwann wiedersieht...? Wer weiss... Schön von segel, daß er sich die Mühe macht, diese Party jedes Jahr auszurichten.

In Hamburg hieß es dann wieder umsteigen, und eine halbe Stunde auf den nächsten Zug warten, bei einem reichlich kalten Wind. jetzt hatte ich mir sowieso schon zusätzliche Sachen zum Anziehen mitgenommen, und zitterte trotzdem vor Kälte... Ist einfach deutlich kälter im norden Deutschlands.

Damit es nicht zu einfach ist, hat dann auch mal wieder was nicht gestimmt. Zwar war die Abfahrtzeit, das Ziel und das Gleis auf Fahrplanaushang und in meinem Ausdruck von dr Bahn gleich, aber die Nummer des Zuges stimmte überhaupt nicht, und wärend mein Zug auf dem Ausdruck um kurz nach 9:00 in S ankommen sollte, stand auf dem Aushang kurz nach 8:00... Das macht laune, wenn man abend in der Kälte hunderte von Kilometer von Zuhause steht, weiß man muss einen bestimmten Zug nehmen, weil man auf den gebucht ist, aber nicht weiß, ob das jetzt der richtige ist... Deutsche Bahn eben... eine echte Chaostruppe.

Immerhin hat es dann doch gestimmt, aber das weiß man vorher halt nie.

Ich hatte mir da ja für die Rückreise ein Bett gebucht, aber da die wie erwähnt nur Doppelkabinen haben, und da sie mich als 'Herr' gebucht haben, habe ich in der Toilette schnell den Rock ausgezogen, damit ich hier niemand mehr als unbedinge nötig in Verlegenheit bringe. Na der Mann hat zum Glück weder dumm gefragt noch gegafft. Ich habe kurz gegrüßt und dann gemacht, daß ich nach oben in mein Bett komme, und da bin ich geblieben. Abgesehen von dem Zuglärm und dem gerüttel war es eine ruhige Nacht. Gut schlafen konnte ich da aber nicht. Immerhin aber doch einige Stunden, so gegen 5:00 etwa bin ich dann aber wieder aufgewacht, der Rücken tat weh und der Kopf und mehr als Dösen war nicht mehr drin.

Kleiner Tipp: falls ihr mal ein Bett in einem Schlafwagen nehmt, dann laßt euch besser das untere geben, da kann man einfacher mal raus sich die Beine vertreten, und sieht auch aus dem Fenster. Das obere würde ich nicht noch mal nehmen.

Endlich neigte sich die Fahrt langsam dem Ende zu. Ich muss gestehen, die Rückfahrt im Schlafwagen fand ich anstrengender als die Hinfahrt im Sitzen....

So schnell wie ich gekommen war, verkrümelte ich mich auch wieder aus dem Abteil, was der Mann sich gedacht haben mag, weiß der Himmel, anmerken lassen hat er sich jedenfalls nichts. Na ja, vielleicht hat er ja auch einfach nur seine Brille zuhause vergessen ;)...

Der Zug kam dann weder um kurz nach 8:00 wie im Aushang stand, noch kurz nach 9:00 an, wie es in meinem Ausdruck stand, sondern um 8:50. Fahrplan-Lotto...

Die letzte Bahn nach D war gerade weg, also hieß es auf die nächste warten, so daß ich erst um 9:50 endlich zuhause war.

Nachdem ich seit Freitag mittag nur noch ganz wenig gegessen und getrunken hatte, damit ich unterwegs nicht dauernd auf die Toilette muß, schmeckte das Frühstück heute morgen dann besonders gut.

39 Stunden war ich weg, davon so 27 Stunden allein für den Hin- und Rückweg, und 12 Stunden war ich auf der Party, den Rest der Zeit war ich bei der TI-Gruppe.

Ich fande den Ausflug sehr schön und lohnend, vor allem weil ich so endlich Anke kennenlernden durfte, öfter als einmal im Jahr möchte ich sowas aber nicht machen. Auch wenn ich am Freitag überraschend Fit war, ist das doch ziemlich belastend.

Ich hoffe ich sehe den einen oder anderen mal wieder, oder auch, daß ich mal wieder jemand aus dem Chat kennelerne, den ich noch nie getroffen habe. Vielleicht sehen wir von 20six hier ja auch mal. Bei Durcheinander habe ich neulich was von so einem Treffen gelesen.

So, das war es für dieses mal. Bis zum nächsten Chattertreffen habt ihr jetzt erstmal wieder eine Weile Ruhe ;).

Viele Grüßele :)

Aurisa

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24.August 2003: Chatterparty, 2.Teil

Hallo nochmal,

glücklich pünktlich in Winsen angekommen, stellte sich auch gleich die nächste Frage: ob das mit dem Abholen auch klappen würde, immerhin hatten die Anderen am Freitag zuvor schon bis tief in die Nacht gefeiert, und dementsprechend schwer dürfte ihnen das frühe Austehen fallen. War ja gerade erst kurz nach 8:00. Aber was sollte ich machen, nachts fährt halt nur dieser eine Zug.

Mit dem Erkennen sollte es dagegen keine Probleme geben. Das ist einer der wenigen Vorteile, wenn man eine nicht ganz perfekte Transe ist, man wird immer erkannt, wenn man sich mit jemand treffen will ;).

War dann auch kein echtes Problem, zumal der Bahnof nur eine Ausgang hat. Ich kannt die beiden Fotomäßig zwar auch nicht so, aber war gleich klar, daß sie auf jemand warten.

Hmmm... ich denke ich werde hier jetzt mal die Nicknamen der Beteiligten nennen, wird zu verwirrend, wenn ich von all den Leuten nur den 1.Buchstaben schreibe ;). Ich denke mal das sollte unproblematisch sein. Die richtigen Namen kenne ich übrigends selber nicht mal von der Hälfte, kenne ja auch längst nicht jeden näher, so ist das halt im Chat ;).

Also die beiden die mich da abholten heißen im Chat segel und zahni. Segel hat diesen Interne-Club mit Chattern aus meinem Stammraum gegründet und mich vor so etwa einem Jahr nachdem ich beim Chattertreffen in Lünen war, dazu eingeladen. Zahni ist seine Freundin.

Segel war im Chat und im Club immer sehr nett zu mir, schon deswegen, und weil bei der letzten Clubparty vor einem Jahr nur wenige gekommen sind, und er deshalb ziemlich enttäuscht war, wollte ich an diese Fest teilnehmen.

Die beiden habe mich dann 30 Kilometer durch die halbe Heide bis zum Festplatz gefahren. Also laufen möchte ich das nicht müssen. Nicht daß ich das nicht könnte, aber das würde lange dauern... Ähem... falls diese Überlegung jetzt irgendjemand merkwürdig vorkommt... die war keineswegs rein theoretisch. Ich habe es schon mal fertiggebracht aus einem Treffen wegzulaufen... Da war ich mit einigen Rollenspielbekannten in P. die Gastgeberin hatte Geburtstag, was ich als einziger nicht wusste, und darum hatte ich natürlich auch kein Geschenk dabei. Tja und das war mir so unangenehm, daß ich schwuppdiewupp weg war... Bin dann von P nach Hause gelaufen, das dürften so 40 Kilometer sein... mitten in der Nacht, durch den tiefsten Wald... habe da oft die Hand vor Augen nicht gesehen, buchstäblich! Also bei mir muss man immer auch mit sowas rechnen ;)...

Der Festplatz liegt geschützt in einer Erdsenke, ebenso wie der Parklatz, auf dem viele buchstäblich ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Das Fest ging ja von Freitag bis Sonntag. Der Parkplatz wird durch eine dichte Tannenmauer vom Festplatz abgetrennt, durch die nur ein kleiner Weg führt. Auch die obligatorische Feuerstelle sowie ein Teich zur eventuellen Wasserfolter unbotmäßiger Cahtter ;) ist vorhanden. Außerdem natürlich die ein wenig zusammengestückelte Hütte. Insgesamt recht idyllisch. Was mich persönlich allerdings schon ziemlich gestört hat, ist diese komische Streu mit der der Hüttenboden bedeckt ist. Sieht aus, wie zu Staub kleingeschredderter Rindenmulch und ist eine ziemliche Sauerei finde ich, vor allem wenn man wie ich unwissenderweise Sandalen angezogen hat. Na zum Glück war der Platz trocken, sonst hätte ich mir meine schönen Sandalen ordentlich versaut.

Insgesamt waren zwischen 40-50 Leute da, davon etwa die Hälfte Kinder der Chatter. Immerhin jedes zweite Clubmitglied war damit anwesend, was ich für eine gute Quote halte. Ich gehe ja vor allem deswegen auf Chattertreffen, um die Leute auch mal real kennenzulernen, weil es halt doch einen Unterhschied macht, ob ma jemand real kennt, oder nur aus dem Chat. Zwar ist es mir noch nie passiert, daß ich jemand, den ich im Chat mag, dann real nicht leiden kann, aber es macht halt schon einen Unterschied. Gerade Menschen die im Web einen Lebenspartner suchen, machen damti oft schlechte erfahrungen. Virtuell mag es noch so gut passen, aber real ist dann eben doch noch mal was ganz anderes. Das mag auch daran liegen, daß man auf den Bildern oder auf der Webcam doch irgendwie immer anders aussieht als real. Ich habe mich dann auch prompt blamiert, weil ich einige alte Bekannte nicht erkannt habe, obwohl ich schon mal Bilder von ihnen gesehen hatte. Umgekehrt hatte bei mir natürlich keiner ein Problem mich zu erkennen, jaja, das Leben ist sooo ungerecht ;)... Es waren auch schon alle wach, eine reife Leistung um 9:00 Uhr morgends, wenn man am Abend zuvor feste gefeiert hat, finde ich ;).

Am wichtigsten war für mich aber, daß unsere Anke da war :). Ich wollte sie schon lange mal real kennenlernen. Ohne sie hätte ich es mir schwer überlegt, ob ich mir die weite Reise wirklich antun will. Das war auch ein Grund, warum ich mir die Fahrkarte erst relativ spät gekauft habe. Ich wollte erst sicher sein, daß sie auch kommen kann. Hat ja zum Glück auch geklappt :), und ich bin jetzt froh, daß der Zug am Freitag morgen schon ausgebucht war, sonst hätte ich nur halb so viel Zeit gehabt, mit ihr zu reden, bevor sie wieder weg mußte. Demnach habe ich auch am allermeisten mit ihr geredet.

Außerdem gab es dann noch die großen Chattersommerfestspiele, so eine Art Spiel ohne Grenzen, bei denen es galt Schelligkeit, Geschicklichkeit und Kraft unter Beweis zu stellen. Das ging vom Wasserlaufen (nein, nicht über den Teich, bin ja nicht Jesus ;), sondern man musste Wasser mittels eines seltsamen Tretapparates befördern ohne das Wasser zu verschütten oder auf die Nase zu fallen), über das Erbsenklopfen (eine schnell rollende Erbse treffen, bevor sie vom Brett läuft, was schwieriger ist als es klingt) bis zum Kistenlaufen (mit zwei Kisten einen Parkour ablaufen ohne den Boden zu berühren). Insgesamt waren es zehn Disziplinen.

Das war auch wieder so ein Unterschied zu früher bei mir. Ich kann ja manchmal eine echte Spaßbremse sein. Wenn ich befürcht, mich dabei zu blamieren, dann weiger ich mich manchmal standhaft mitzumachen. Ja und da ich mir nicht vorstellen konnte, daß ich bei diesen Spielen gut abschneiden könnte, weil ich mich schon immer für ungeschickt hielt, hatte ich schon daran gedacht, mich darum zu drücken. Klaus hätte sich verweigert, aber die Klaudia von heute hat mitgemacht, trotz bedenken...

Und ich bin froh, daß ich mitgemacht haben, denn erstens hat es einfach Spaß gemacht, und zweitens war das Ergebnis alles andere als erwartet. Bei den zehn Spielen hatte ich immerhin 1x den ersten Platz allein, 1xzusammen mit anderen, 2x bin ich nur knapp auf dem zweiten Platz gelandet und 1x immerhin noch unter den Ersten. Nur bei den anderen fünf war ich lediglich Durchschnitt. Daß ich trotzdem in der Gesamtbewertung nur auf einen mittleren Platz kam, lag schlicht an der Bewertung, die sie sich erst nach den Spielen in aller Eile schnell ausgedacht haben, und entsprechend unsinnig war sie wohl dann auch. Aber egal, war nur ein Spiel. Trotzdem war es für mich wichtig, weil ich dabei festgestellt habe, daß ich überhaupt nicht so ungeschickt bin, wie ich immer dachte, sonst habe ich da ja nie den direkten Vergleich zu anderen, und daß ich auch durchaus Ehrgeiz entwickeln kann, wie Anke hier ja schon mal richtig festgestellt hat.

Für mich persönlich war auch folgende kleine Szene ein gewisser Höhepunkt dabei: Anke hatte mich ja vorgewarnt, daß es solche Spiele geben würde, und ich besser Hosen dafür mitbringen sollte, weil Röcke da eventuell hinderlich sein könnten. Hosen wollte ich aber keine Anziehen, deswegen habe ich mir ja dies Leggins mitgenommen, um mich bei dedarf umziehen zu können. Jetzt hatte ich die wegen dem nicht so warmen Wetter aber schon unter dem Rock angezogen. Beim Ballhüpfen wäre der Rock dann tatsächlich hinderlich gewesen, ja und da ich mich auch davor nicht drücken wollte, habe ich mich einfach spontan entschlossen, nicht etwa irgendwo kurz zum umziehen zu gehen, sondern habe einfach so den Rock ausgezogen. Sicher, war ja nichts dabei, ich hatte ja die Leggins drunter an, war also immer noch vollständig angezogen, aber trotzdem, vor allen Leuten... Klaus hätte das nie im leben gemacht. Klaudia hat es zwar auch ein wenig in Verlegenheit gebracht, aber wenn ich ehrlich bin, waren mir die Reaktionen der anwesenden Männer (wie Männer in solchen Fällen halt reagieren, wißt ihr ja selber ;)...), nicht wirklich unangenehm...eher im Gegenteil.

Nach den Spielen, um 17:00 mußte Anke dann leider schon nach Hause :(.

Den Rest der Party habe ich dann nur noch abgesessen. War traurig, weil man ja nie weiß, ob man sich wirklich noch mal wiedersieht...

Außerdem habe ich immer noch auf jemand gewartet. Neben Anke und segel, wegen denen ich zugesagt hatte zu kommen, war da noch jemand. Eine Frau, die hier jahrelang in D in der nächsten Straße gewohnt hatte, und die ich doch erst über's Internet kennenlernte, nachdem sie schon längst nach Norddeutschland gezogen war. Na jedenfalls wollte sie eigentlich nicht zur Party kommen, weil sie beruflich eingespannt ist, aber als sie hörte, daß ich auch dahin komme, meinte sie, dann würde sie auch kommen, ja sie hat es mir sogar von sich aus versprochen zu kommen. Darauf hatte ich auch fest zugesagt zu kommen. Ja und darum habe ich gestern den ganzen Tag auf sie gewartet, aber sie kam nicht :(.

Demnach kam dann auch bei mir langsam mal wieder eine Depri-Phase, vor allem auch wegen der ganzen Problem, die mich zuhause erwarten. Ich mochte da z.B. wie immer in solchen Fällen nichts essen mit den Anderen. Das hat mich dann wieder sehr an den alten Klaus erinnert. Ich wünscht wirklich ich hätte nicht diese Neigung zu Ängsten und Depressionen...

Es haben dann auch einige versucht mich aufzumuntern und einzubinden, aber ohne Erfolg. Zum Schluß war es dann ausgerechnet Lisa, die mich ganz feste gedrückt und nicht aufgehört hat mit mir zu reden. Lisa kenne ich auch schon sehr lange aus dem Chat, und hatte nicht damit gerechnet, daß ich sie mal kennenlernen würde, weil sie immer meinte, sie geht auf kein Chattertreffen. Der Grund, warum ich schreibe: AUSGERECHNET Lisa ist, daß es im Chat ja leider auch immer wieder mal Zoff der einen oder anderen Art gibt. Und über Lisa haben sich bei mir schon drei mal andere Chatbekannte bitterlich beklagt. Zweimal ging es um Eifersuchtsgeschichten, und im dritten Fall konnten sie und eine andere Bekannte von mir sich einfach nicht riechen. Ich habe mich da auch immer bemüht zu vermitteln, aber ohne jeden Erfolg. Es tut mir weh, wenn Leute die ich mag streiten. Jedenfalls, ich habe nichts gegen lisa, sie hat mir nie etwas getan, aber nachdem jetzt schon dreimal Beschwerden über sie kamen, hatte ich gewissen Hemmungen und wußte nicht, wie ich mich ihr gegenüber verhalten sollte. Sie kam gestern dann auch erst später, und ich war mir auch nicht gleich klar, ob die Neue Lisa ist oder doch jemand anders. Nachdem sie micht gar nicht weiter beachtet hatte und einfach an mir vorbeiging, bin ich erstmal auch nicht gleich auf sie zugegangen. Auch nachher habe ich nur wenig mit ihr geredet, weil ich nicht den Eindruck hatte, daß sie mit mir reden will. So hatten wir also bis kurz vor 21:00 Uhr nur ein paar Worte gewechselt, mehr nicht. Ja und dann als ich alleine am Feuer stand (inzwischen war mir doch noch kalt geworden), kam ausgerechnet Lisa, um mit mir zu reden und mich tröstend in den Arm zu nehmen. Ironischerweise hatte nun auch sie den Eindruck, daß ich ihr aus dem Weg gegeangen bin, und nicht mit ihr reden wöllte, wie sie mir dann sagte... Sie wollte, daß ich ihr erzähle, was mich bedrückt, aber das wollte ich nicht, ist einfach zuviel momentan, außerdem mußte ich ja auch bald gehen. Also hat sie mir ein wenig von ihren Problemen erzählt, und meinte völlig zu recht, auch andere haben große Sorgen... Ich bin ihr wirklich dankbar dafür. Meine Probleme muss ich selber irgendwie lösen, aber es tut gut, wenn jemand Anteil nimmt, so wie lisa gestern. Anke hätte das sicher auch gemacht, aber ich wollte sie gestern nicht mit meinen Problemen belasten, ihr nicht den Tag verderben, sie bekommt sowieso schon viel zu viel über meine Probleme zu hören.

Danach war es dann Zeit abschied zu nehmen von allen.

Wie in Lünen und Würzburg auch schon, und im Chat allgemein erstaunt es mich immer wieder, wie gut ich von allen aufgenommen werde. Ich höre immer wieder, daß niemand ein Problem mit mir hat, daß alle mich mögen, daß sie sich freuen mich kennenzulernen bzw. sich freuen daß ich da war usw.

Für jemand wie mich, der in Kindheit und Jugend und auch später nicht gerade viel Zuspruch bekommen hat, ist das ebenso schön wie erstaunlich.

So endet ein trotzdem schöner Tag

Es folgt noch die Heimreise im separaten Eintrag

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24.August 2003: Chatterparty

Hallo ihr alle :),

hier der Bericht von meinem kleinen Ausflug zur jährlichen Chatterclubparty.

1.TI-GRUPPENABEND:

Nachdem ich vorgestern ja schon die Vorbereitungen geschildert habe, ging ich am Freitag um 18:40 dann endlich los.

Ich hätte eigentlich noch Zeit gehabt, aber dummerweise war an diesem Abend auch das monatliche Treffen der Transidenten-Gruppe.

Weil mein Zug schon gegen 21:00 Uhr in S losfuhr, konnte ich an dem nicht bis zum Ende teilnehmen, aber ich hatte mich dazu entschieden, wenigstens kurz reinzuschauen, damit die anderen nicht glauben ich lasse sie im Stich ;). War dann nur ein 3/4 Stunde dort. Ich hätte wohl noch etwas länger bleiben können, aber so knapp wollte ich es nicht werden lassen, schließlich hatte ich mich auf den Zug festgelegt, und danach fuhr am Freitag auch gar keiner mehr Richtung Hamburg.

Das Thema des Gruppenabends war diesmal: Partnerschaft vor und nach der Operation. Sehr viel habe ich davon jetzt nicht mitbekommen, war aber auch nicht viel neues dabei. Bemerkenswert fand ich eigentlich nur folgendes: Es gibt Untersuchungen, daß Transidenten, die die Geschlechtsangleichung relativ früh machen lassen, so in den 20-ern, danach meisten heterosexuelle Partnerschaften haben, während 'spätenschlossene' nach der Angleichung meistens homosexuelle Partnerschaften eingehen.

Die Gruppenleiterin, die den Vortrag hielt, meinte der Grund dafür sei, daß das längere Leben in der Männerrolle bei denen die erst später Frau werden, Spuren hinterlassen hat, und es ihnen deshalb schwerer fällt, sich in einer Beziehung mit einem Mann einzulassen, und sie dann deshalb meistens lesbisch leben.

Ich halte das zwar für eine einleuchtende Erklärung, weiß aber nicht ob sie stimmt. Die erwähnten Untersuchungen waren mir auch schon vorher bekannt. Ich weiß aber leider nicht, ob die 'frühentschlossenen' Transidenten nicht von vorneherein eher auf Männer standen, während das bei den 'spätenschtlossenen' eher nicht der Fall ist. Möglicherweise tun sich ja Transidente die sowieso auf Männer stehen leichter damit, sich zur Geschlechtsangleichung zu entschließen, und gehen den Weg daher früher. Vielleicht haben Zeitpunkt der Angleichung und Geschlechtspartnerwahl ja auch eine gemeinsame, ganz andere Ursache...

In der Wisschenschaft gibt es ja immer VIER Möglichkeiten, wenn zwei Dinge zusammenzuhängen scheinen:

1.A ist die Ursache von B

2.B ist die Ursache von A

3.A und B sind die Folge einer gemeinsamen Ursache C (die oft völlig unbekannt ist, und übersehen wird...)

4.A und B haben gar keinen Zusammenhang, sonderen es scheint nur so.

Die Frage WAS davon denn nun zutrifft ist oft schwer zu beantworten, und einer der häufigsten Fehler ist, daß man Nr. 1 annimmt, ohne auch nur an die Möglichkeiten 2 bis 4 zu denken...

Was in diesem Fall zutrifft... keine Ahnung.

Soviel zum , für mich diesmal kurzen, TI-Gruppenabend.

2.HINFAHRT:

Gegen 21:00 Uhr fuhr dann mein Zug in S ab.

Vier von sechs Plätzen im Abteil waren besetzt (einer erst ab H), so daß es nicht ganz so eng herging. Außer mir waren noch ein älteres Ehepaar auf der Heimreise und eine einzelne Frau auf dem Weg in den Urlaub (auf Sylt) da. Geredet wurde aber nicht viel. Ich bin sowieso nicht der Typ, der leicht mit fremden Menschen in's Gespräch kommt.

Sehr 'toll' war, daß die Wagen mal wieder die reinste Sauna waren, trotz der schon späten Stunde, und das wurde nur ganz langsam besser. Also in Sachen klimatisierung hat die deutsche Bahn wirklich noch viel Nachholbedarf. Wie mag das erst vor ein paar Wochen bei der Affenhitze gewesen sein? Von den Temperaturen tagsüber gar nicht erst zu reden...

Bis nachts so um 1:00 hab ich dann erstmal gelesen, bis ich müde genug war, um mal einen schlafversuch zu wagen. Danach konnte ich dann so ne gute Stunde schlafen und dann zumindest noch eine Weile vor mich hindösen.

So weit so gut... das ging so bis morgends zwischen 4:00 und 5:00 Uhr. Dann standen wir mal wieder in einem Bahnhof rum, nur daß diesmal nix weiterging.

War wohl in Dortmund. Jedenfalls hätte niemand eine Ahnung gehabt, warum es nicht weitergeht, wenn nicht der Mann des Ehepaares den Schaffner gefragt hätte.

Das ist auch so ein nerviger Punkt bei der Bahn. Kaum jemals wird einem gesagt, wenn es Probleme gibt, schon gar nicht, welche und wie lange es dauern wird. Wer nicht fragt hat Pech gehabt. Fahrpläne lagen in diesem Zug auch nicht aus, und mir habe sie am Bahnhof natürlich nur die Zeiten für die Start- und Zielbahnhöfe ausgedruckt, so daß ich weder wußte, welche Strecke wir überhaupt fahren (wie gesagt, sonst lagen immer dies Faltblättchen aus, wo das drin steht, ich hatte also keinen Anlass mich vorher danach zu erkundigen), noch wußte ich, ob wir eventuell Verspätung haben. Man hängt da dann ziemlich in der Luft.

Jedenfalls hatte wir dank diverser Streckenschleichereien inzwischen wohl schon so eine halbe Stunde Verspätung, ja und nun hieß es auch noch, wir müßten auf einen Zug aus Paris warten, der eine Stunde verspätet war... Der Nachtzug in dem ich war bestand nämlich aus zwei Hälften. Die eine Hälfte ging nach Hamburg, die andere nach Berlin, und in Dortmund wo wir standen sollten die getrennt werden. Der Witz an der Sache war jetzt, daß wir auf den Zug aus Paris warten mußten, weil der wohl ebenso aus zwei Hälften für Hamburg und Berlin bestand, die hier auseinandergekoppelt und mit den passenden Hälften unseres Zuges zusammengespannt werden sollten, und vorher ging nichts weiter.

So weit, so schlecht, nur ging mein Anschlußzug in Hamburg nach Winsen schon 35 Minuten nach der Ankunft des Nachtzuges dort, und mit einer Stunde Verspätung war der nicht mehr zu erreichen. Ja und dann hätte ich ein echtes Problem. Ich sollte ja um 8:00 Uhr in Winsen abgeholt werden, weil am Samstag keinerlei öffentliche Verkehrsmittel mehr in diesen Teil der Heide fahren, in dem die Chatterparty stattfindet. Sicher würde später auch noch ein anderer Zug nach Winsen fahren, aber wann? Und ob dann dort noch jemand auf mich warten würde? Ich hatte zwar die Telefonnummer des Clubgründers und Partyausrichters, aber ob der morgends überhaupt zuhause war?`Sonst hatte ich nur noch die Handynummer von Anke, aber was wenn sie ihr Handy vergessen oder ausgeschaltet hatte? Ich schickte ihr dann auch gleich eine SMS, und konnte dann nur noch hoffen... Um mit einem Taxi von Winsen dorthin zu fahren ist es zu weit, so 30 Kilometer etwa, dazu wußte ich nicht mal wo die Party genau stattfinden soll. Sprich wenn ich den Anschluss verpasse kann ich schlimmstenfalls unverrichteter Dinge wieder heim fahren, nachdem ich bis 22:00 Uhr dumm am Bahnhof herumgestanten bin :(.

Dementsprechend unruhig war ich. An Schlaf war da nicht mehr zu denken. Nachdem das ältere Ehepaar in Osnabrück den Zug verlassen hatte kam ich dann über den Ärger mit der ewig verspäteten Bahn mit der alleinreisenden Frau ins Gespräch. Auch sie mußte befürchten ihre Anschlusszüge zu verpassen und in ihrem Fall dann drei Stunden auf den nächsten warten zu müssen.

Auch das ist wieder ein ganz deutlicher Unterschied zu dem Klaus von früher. Er (ich spreche jetzt einfach mal als 'er' und Klaus von 'ihm', um den Unterschied zu heute klarer zu machen), also er wäre nie mit dieser Frau ins Gespräch gekommen, Klaudia schon, und ich finde den Unterschied sehr befreiend. Auch wenn ich immer noch lange nicht so locker im Umgang mit Fremden bin, wie andere, im Vergleich zu dem Klaus von früher ist es schon ein sehr großer Unterschied. Ich habe sie später sogar gebeten kurz auf meinen Rucksack aufzupassen, weil ich mich eben umziehen gehen wollte. Es hatte vor Hamburg geregnet, und war deutlich kühler geworden, viel kühler als bei uns im immer noch schwülen Süden deutschlands. Zum Glück hatte ich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt, und mir was zusätzliches zum Anziehen mitgenommen. Ich hatte mich schon mal bei bestem Wetter mit einer Chatbekannten verabredet, auf halbem Wege fing es dann an zu schneien, und bei Würzburg lagen dann 20 oder mehr Zentimeter Neuschnee... Was habe ich gefroren beim Warten auf den Bahnhöfen, bei der Rückfahrt... Die Wettervorhersage vorher war natürlich völlig falsch gewesen.
Also diesmal den schönen roten Rock aus, und meinen schwarzen Lieblingsrock an, den hatte ich mit, weil ich mir für solche Fälle meine Leggins mit Zebramuster mitgenommen habe, und die passen nicht zum roten Rock. Sieht ziemlich frech aus ;), und wärmt... Dazu noch ein Jäckchen... und gut.

Um die Spannung nicht ins unerträgliche steigen zu lassen ;). Nach einer längeren Zitterpartie, und nachdem der Lokführer ordentlich Strom gegeben hatte, reichte es schließlich doch noch gerade so für meinen Anschlusszug... PUH!

HINWEIS: wird fortgesetzt, hm... ich denke für die Fortsetzung schreibe ich einen eigenen Eintrag, sonst wird das wieder so ein Endloseintrag hier ;).

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22.August 2003: Abmeldung

Hallo ihr alle :),

so ich bin nur kurz ON, muß noch meine Siebensachen zusammenziehen, überlegen was ich anziehe, was ich als Reserve mitnehme, usw.

Ist zwar nur ein Ausflug von 1 1/2 Tagen, trotzdem sollte ich besser nichts wichtiges vergessen, weil ich mitten in der Heide vermutlich nichts kaufen kann, was eventuell fehlt.

HINWEIS: dieser Eintrag wird noch mal kurz fortgesetzt, wenn ich nachher noch etwas Zeit habe.

1.FORTSETUNG:

Soooo bin gerade dabei meine Sachen zu sortieren.

Mal sehen was ich so alles mitschleife, vermutlich viel zu viel ;)...

Also, ich packe ein:

*Meinen Transidentitäts-Ordner. Da ist alles drin, was ich dazu an Adressen und wichtigen Infos so habe und brauche. Habe den eben in einen etwas kleineren Ordner umgepackt, die weniger wichtigen Sachen rausgeräumt, trotzdem ist der Ordner voll! Da steht alles zu Ärzten, Operateuren, Gutachtern, Psychiatern und Psychotherapeuten, Sprachtherapeutinnen, Gesetzten, dem Gerichtsverfahren, über die TI-Gruppen, über mich usw. drin. Ist wirklich ein Haufen Zeug was man da alles wissen, machen und beachten muß, das könnt ihr mir glauben.

*Fahrkarten, Geld, Handy und andere Infos zum Treffen, mein Schreibzeug natürlich auch.

*Ein Geschenkle für die liebe Anke (die weiß noch gar nix von ihrem Glück ;), soll ja auch ne Überraschung sein), hat sie sich wirklich 'verdient' :)!

*Was zu lesen, Zeit hab ich auf der Fahrt ja mehr als genug, fragt sich nur, ob ich auch dazu komme, weiß ja nicht wie das nachts wird.

*Schminkzeug, weil ich mich garantiert nachschminken muss.

*Muß wohl auch den Rasierapperat mitnehmen, da ich ja 1 1/2 Tage weg bin, sch*** Barthaare. Blöderweise ist der Akku in dem Ding fast kaputt. Der Rasierer ist kaum kaputtzukriegen, den hab ich schon ewig, aber die Akkus kann man nicht wechseln :(, und weiß nicht, ob ich da Strom habe, na ich denke schon.

*Was zu Trinken darf ich auch nicht vergessen. Ist blöde, ich fürchte ja, daß ich dort nichts einkaufen kann für die Rückfahrt :(. Kann hier aber auch nicht x-Liter zu trinken mitschleppen. Darum will ich heute zumindest mal soviel wie möglich trinken, damit ich nicht austrockne unterwegs. Vier Liter will ich heute schaffen, drei hab ich gleich...

*Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden, was ich anziehe und was ich sonst noch einpacke, ich denke dann hab ich alles.

HINWEIS: wird noch mal Fortgesetzt...

Letzte FORTSETZUNG:

Hab mich jetzt endlich entschieden was ich anziehe, hat auch nur so ne gute halbe Stunde gedauert ;). Schwarzes Samtshirt und glänzender roter Rock, passt gut :). Für alle Fälle nehme ich noch Leggins mit und ein Jäckchen (hatte ich noch nie an), falls es doch kühl wird, damit sollte ich für fast alle Eventualitäten gerüstet sein ;).

So, jetzt gehe ich wirklich OFF.

Ich hofft ihr vergesst mich nicht *schnief* ;).

Liebes und sweetes Grüßle und bye :)

Aurisa

Jetzt nur noch schminken und alles verstauen, dann kann es los gehen.

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481 mal gelesen

18.August 2003: Brief von Psychiater / Psychotherapeut R an meinen Hausarzt

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag

Hallo ihr alle :),

also ich habe mich dazu entschlossen den Brief hier komplett abzutippen (außer wie immer den Namen versteht sich, man weiß ja nie, ob nicht z.B. durch einen Softwarefehler doch mal jemand fremdes mitlesen kann).

Ich habe schon ein wenig Bauchschmerzen damit, das hier alles zu bringen, nicht wegen dem Inhalt, sondern weil der Brief ja eigentlich nicht für mich bestimmt war.

Ich habe mich trotzdem dazu entschlosse, weil es in dem Brief ja nur um mich und um niemand anderes geht, vor allem aber, weil ihr auf diese Weise nicht immer nur meine Meinung über mich hört, sondern auch mal, was ein Fachmann über mich denkt.

Letzteres war natürlich auch der Grund, warum ich es mir nicht verkneifen konnte, den Brief zu lesen.

Hier also der Brief:



Sehr geehrter Herr Kollege,

der Patient schilderte, dass er wegen einer Transidentiät komme. Er habe die Namensänderung beim Amtsgericht in S beantragt. Er sei schon bei zwei Gutachtern angemeldet und es sei ihm empfohlen worden sich in unserer Praxis hier begleiten zu lassen. Sein Hausarzt sei mit dem Problem der Transidentität nicht vertraut, bitte daher um eine Art Unterstützung. Er sei von 1986 bis 1988 schon in einer Psychotherapie gewesen und noch einmal zwischen 1999 und 2003. Er habe durch den Psychotherapeuten sehr viel Unterstützung erfahren und in Phasen schlimmster Depressionen sei er dadurch errettet worden. Er suche aber noch einen Begleiter mit dem er die spezifischen Schwierigkeiten der Transidentität ansprechen könne. Er überreichte einen sechs Seiten langen Lebenslauf (bezüglich Transidentität).

Psychischer Befund: Schwernehmend depressiv wirkend. Der Affekt erscheint jetzt stabil, labile Tendenzen sind jedoch erkennbar. Emotional wirkt der Proband weich, schwernehmend, dabei gut mitschwingend. Der Antrieb ist ein wenig reduziert. Im Willen klar und sicher. Spontanität und Initiative sind gut kontrolliert. Das Denken ist sicher, logisch, nicht unemotional. Kein Hinweis auf hirnorganische oder psychotische Denkstörungen. Vollständige Orientierung, Merkfähigkeit und Gedächtnis intakt.

Beurteilung: Der Patient schildert seine sehr bewegende Lebensgeschichte durch die sich das Band des nicht bei sich selbst Seins, anders empfinden als es ihm möglich ist nach außen zu zeigen durchzieht. Es ergeben sich deutliche Hinweise für das Vorliegen einer rezidivierenden depressiven Störung nach ICD 10 F32. Eine medikamentöse Behandlung ist bisher nicht erfolgt. Zum augenblicklichen Zeitpunkt erscheint dies auch nicht zwingend notwendig zu sein, wenngleich die Möglichkeit einer medikamentösen Behandlung sinnvoll erscheint. Ich bot dem Patienten weitere Vorstellungen hier in unserer Praxis an, bin auch gerne bereit ihn auf seinem Weg durch die Instanzen (Familiengericht / Schwierigkeiten mit der Krankenkasse bzw. dem Medizinischen Dienst) zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dr. K. O. R.



Soweit der Brief, jetzt noch ein paar Worte von mir dazu.

Was mir besonders aufgefallen ist, ist daß immer von 'Er' und 'Der Patient' die Rede ist, sprich die männliche Form für mich verwendet wird.

Natürlich bin ich offiziell noch Mann, und werde es auch noch mindestens so ein Jahr sein.

Das schließt aber nicht aus, mich trotzdem schon jetzt als Frau anzusprechen, verboten ist das nicht, solange nur klar ist, was gemeint ist.

Gerade bei den Ärzten und Gutachtern ist es mir jetzt aber schon öfter aufgefallen, daß sie mich zwar als 'Frau K' ansprechen, wenn sie aber mit dritten über mich reden, dann heißt es plötzlich wieder 'ER'. Ich schätze mal, der Grund ist, daß sie bei mir netterweise höflich sind, aber wenn sie mit anderen reden, dann sprechen sie automatisch so, wie sie wirklich über mich denken. Ist natürlich nur eine Vermutung von mir, aber ich denke eine mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Insgesamt habe ich an dem Brief eigentlich aber nichts auszusetzten. Das einzige was nicht stimmen kann ist das mit der Psychotherapie von 1986 bis 1988. Es ist zwar richtig, daß ich auch viel früher schon (drei mal!) versucht habe eine Therapie zu machen, dabei kam aber nie was vernünftiges raus. Da ich gar nicht mehr weiß WANN diese Therapien stattfanden kann ich auch gar nichts von 1986 bis 1988 erwähnt haben, ich habe allenfalls gesagt, daß ich schon mal in Therapie war, aber bestimmt kein Datum. Keine Ahnung, wie dieses Datum in den Brief kómmt...

Ob ich durch die Therapie von 1999 bis 2003 tatsächlich 'errettet' worden bin, weiß ich nicht, ich habe nur gesagt, daß die Therapie mir sehr geholfen hat, und ich nicht weiß, was ohne die aus mir geworden wäre. Ob ich es auch alleine geschafft hätte, weiß ich nicht. Außerdem waren die 'Phasen schlimmster Depression' eindeutig VOR der Therapie. Den Lebenslauf von mir kennt ihr ja schon aus der Rubrik 'Vergangenheit'. Ansonsten gibt es zum ersten Abschnitt des Briefes nicht viel zu sagen.

Was den Psychischen Befund und die Beurteilung angeht, so kann ich mich beiden eigentlich nur anschließen.

Ihr wisst ja inzwischen sicher längst, daß ich eine Neigung zu Depressionen habe. Inzwischen habe ich gelernt, damit einigermaßen klar zu kommen, aber ich habe immer noch damit zu kämpfen. Und das 'schwernehmend', stimmt sicher auch, wenn damit gemeint ist, daß ich mir vieles sehr zu Herzen nehme. Weiter stimmt auch, daß ich unter einer gewissen Antriebsschwäche leide. Alles was sonst noch über mich da steht, ist ja durchaus positiv. Auch schön, wenn man auf diese Weise nicht nur seine Schwächen zu lesen bekommt ;)...

Eines wollte ich noch zu den Depressionen sagen: wie anderswo schon mal geschildert, hat Professor P, der Gutachter bei dem ich auch bin, in einem Forschungsprojekt u.a. festgestellt, daß Depressionen normal sind für psychischen Erkrankungen (nicht nur für Transidentität), und daß es sich dabei nur um ein begleitendes Symptom handelt, das nach der abgeschlossenen Geschlechtsangleichung verschwindet, laut seinen Untersuchungen.

Sprich, ich darf durchaus darauf hoffen, daß auch meine Rest-Depressionen verschwinden werden, wenn ich alles hinter mir habe. Es war bei mir ja schon ganz klar zu beobachten, daß es mir immer dann viel besser ging, wenn ich etwas in Richtung Geschlechtsangleichung unternahm, und die Depressionen wiederkamen, wenn ich damit nicht mehr vorankam.

Fazit: In den Brief haben sich (im ersten Abschnitt) einige Fehler und Ungenauigkeiten eingeschlichen, die aber nicht wirklich schlimm sind, den beiden folgenden Abschnitten kann ich nur zustimmen.

Ich denke mal für mich hat sich der kleine Adressirrtum gelohnt ;)...

Viele Grüße :)

Aurisa

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18.August 2003: Irrläufer

HINWEIS: Dies ist ein ehemaliger Teameintrag

Hallo ihr alle :),

tjaaa das Leben geht manchmal seltsame Wege ;).

Als ich heute nach hause komme finde ich in meinem Briefkasten u.a. einen Brief von einem Arzt in B.

Nanu denke ich, was ist das denn, ich habe zwar vor einer Weile mal einen Test machen lassen, der glaube ich von einem Arzt aus B (oder doch aus der Nachbarstadt S? Na egal...) ausgewertet worden ist, aber die Rechnung dafür habe ich schon vor etlichen Wochen bezahlt. Also noch mal ne Rechnung von denen...? Ist da was schief gelaufen?

Ja und da mir immer noch die Grippe in den Glieder und im Hirn sitzt, deswegen habe ich heute auf der Arbeit auch gefragt, ob ich schon gegen Mittag gehen darf, denke ich nicht weiter nach, schaue nicht genauer hin, und mache den Brief auf....

UPS, was ist das denn...?

Ein Brief an meinen Hausarzt Dr. K hier in D, mit seinem Namen, aber gleichzeitig mit meiner Adresse... ?

Ein erneuter Blick auf den Absender macht es klar, Dr. R aus B *glühbirneüberkopfangeh* ;)... JETZT verstehe ich was los ist!

Bei den vielen Titel und weil da zwei Ärzte auf dem Absender stehen (sie haben eine Gemeinschaftspraxis in B) habe ich den Namen zuerst gar nicht gesehen, ebensowenig wie ich den Namen meines Hausarztes bewußt wahrgenommen hatte., wie gesagt, das Hirn ist momentan ein wenig im Krankenstand...

Also, Dr. R aus B ist der Psychiater und Pschotherapeut von dem ich hier schon mehrfach geschrieben hatte, und bei dem ich bisher schon zweimal war.

Bei meinem letzten Termin bei ihm hatte er erwähnt, daß er einen Brief an meinen Hausarzt schreiben will, und hatte mich deshalb nach desse Namen gefragt, und in welcher Stadt er arbeitet.

Die Straße wollte er nicht wissen, die können sie offenbar per Computerverzeichnis herausfinden, wie ich von der Urologin weiß. Ich hätte die Straße und Hausnummer auch gar nicht auswendig gewußt.

Jedenfalls muß in der Praxis von Dr. R wohl irgendetwas schief gelaufen sein. Versehentlich wurde meine Adresse statts der von Dr. K eingetragen, und daher habe ich den Brief bekommen.

Tjaaa...soweit so gut oder schlecht... Wenn ich den Brief noch nicht geöfnet hätte, hätte ich ihn einfach ungeöffnet bei meinem Hausarzt vorbeigebracht.

Das ist jetzt keine bloße Vermutung von mir, sondern das weiß ich, weil ich schon mal so ein Problem hatte. Ich öffne keine Briefe, die nicht für mich bestimmt sind.

Jetzt habe ich das Ding aber schon versehentlich geöffnet...

Hm.... da fällt mir gerade ein: Wenn ich das jetzt lese ist das dann eine strafbare 'Verletzung des Briefgeheimnisses' (§ 202 Strafgesetzbuch)?

Da steht: '(1) Wer unbefugt

1.einen verschlossenen Brief oder ein anderes verschlossenes Schriftstück, die nicht zu seiner Kenntnis bestimmt sind, öffnet, oder

2.sich vom Inhalt eines solchen Schriftstückes ohne Öffnung des Verschlusses unter Anwendung technischer Mittel Kenntnis verschafft...',

wird mit bestraft (bis 1 Jahr Gefängnis), und weiter:

'(2) Ebenso wird bestraft, wer sich unbefugt vom Inhalt eines Schriftstücks, das nicht zu seiner Kenntnis bestimmt und durch ein verschlossens Behältnis gegen Kenntnisnahme besonders gesichert ist, Kenntnis verschafft, nachdem er dazu das Behältnis geöffnet hat.'

Hmmm... kleiner Ausflug in die Juristerei. Also ohne das jetzt im Detail überprüft zu haben, ich denke die Sachlage ist hier so:

Den Brief gelesen ohne ihn geöffnet zu haben (mal ganz unjuristisch ausgedrückt ;)...) habe ich schon mal nicht. Absatz (1), Nr. 2 fällt also schon mal flach.

Nach Absatz (1) Nr. 1 habe ich zwar unbefugt den Brief geöffnet, da er ja nicht für mich bestimmt war, strafbar ist das in diesem Fall dennoch nicht, denn zur Strafbarkeit gehört ein Vorsatz. Da ich aber dachte der Brief sei für mich bestimmt habe ich ihn nicht vorsätzlich sondern nur fahrlässig geöffnet, und das ist nicht strafbar. Um genauer zu sein: natürlich hatte ich den Vorsatz den Brief zu öffenen, aber ich hatte NICHT den Vorsatz unbefugt einen Brief zu öffnen, dessen Inhalt nicht für mich bestimmt ist, und nur das wäre strafbar.

Ich weiß momentan gar nicht, ob ein Briefumschlag ein 'Behältnis' im Sinne von Absatz (2) ist, aber das ist auch unwichtig. Selbst wenn ein verschlosser Briefumschlag ein Behältniss ist, und selbst wenn ich den Brief nach dem öffnen lese, ich habe den Briefumschlag ja gerade NICHT geöffnet um ihn dann unbefugt zu lesen, sondern ich hatte den Brief geöffnet, weil ich dachte es wäre einer, der an mich adressiert ist, und den ich darum befugt bin zu öffenen und zu lesen. Der Witz an dem Absatz ist ja gerade, daß nicht das Lesen des Briefes an sich strafbar ist, sondern es ist nur dann strafbar, wenn ihn gerade dazu öffnet um ihn verboternweise zu lesen.

Hmmm.... wenn ich mir das alles jetzt noch mal so anschaue, dann glaube ich nicht mehr, daß ein 'Behältnis' auch einen Briefumschlag meint, denn dessen Öffnen ist ja schon nach Absatz (1) Nr. 1 verboten, würde also nicht unbedingt Sinn machen, das nochmal zu verbieten, aber wie gesagt, die Details müßte ich auch noch mal nachlesen, sind hier aber auch nicht wichtig.

Ich denke nach den kleine juristischen Vorüberlegungen dürfte auch so klar genug ist, daß ich mich weder durch das Öffenen des Briefes noch durch das Lesen strafbar gemacht habe...

Jaaa... ich konnte es mir nicht verkneifen einen Blick reinzuwerfen ;)... bin ja auch nur ein Mensch, und neugierig, und in dem Brief geht es ja nur um mich, nicht um die Sachen anderer Leute (in dem Fall hätte ich ihn NICHT gelesen!), außerdem glaubt mir das sowieso kein Mensch, daß ich den Brief nicht gelesen habe, wenn ich ihn geöffnet hin bringe. Ihn in einen neuen Umschlag zu stecken hat auch keinen Sinn, weil die Adresse von mir weiterhin drauf ist, da würde man mir zu recht Fragen stellen...

Nein, da bringe ich den Brief lieber morgen so, wie er ist bei meinem Hausarzt vorbei und erkläre wie es war.

Soooo nach der langen Vorrede wollt ihr jetzt aber sicher auch wissen, was eigentlich drin steht ;)...

Nix schlimmes, das kann ich gleich sagen, und auch nichts wirklich neues. Hm... ich glaube dazu mache ich aber einen neuen Eintrag, der hier ist mir schon wieder zu lang ;). Will auch erstmal ne Pause machen.

Viele Grüße erstmal :)

Aurisa

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13.August 2003: Treppen

Hallo ihr alle :),

also ich wollte schon länger mal was zum Thema Treppen und Fitness schreiben.

Zu den Ratschlägen die Fitnessmuffel bekommen gehört ja meisten auch, man sollte Treppen steigen statt den Aufzug zu nehmen.

Für Fitness-Anfänger sicher kein schlecher Rat, gerade weil man so klein anfangen kann.

Bei mir hat das irgendwann, ich weiß gar nicht mehr wie lange das her ist, u.a. auch mit dem Treppensteigen angefangen. Fahrstühle benütze ich eigentlich gar nicht, und Rolltreppen auch wenig.

Ich finde, an Treppen kann man recht gut spüren wie fit, oder eben nicht man ist.

Ich kann mich immer noch gut an meine früheren unfitten Zeiten erinnern, als ich so 100 Kilo gewogen habe, und selbst bei der kleinen Treppe die ich (fast) jeden Tag auf dem Heimweg benütze, aus der Puste kam.

Da sieht es heute doch ganz ganz anders aus bei mir.

Irgendwann habe ich angefangen nicht nur einfach jede Treppe mitzunehmen, sondern auch immer zwei Stufen auf einmal zu nehmen.

Inzwischen sind zwei Stufen auf einmal im Laufschritt schon das Minimum, langsamer gehe ich nur bei schwerwiegende Gründen (z.B. wenn ich schwer bepackt oder wirklich sehr sehr kaputt bin).

Aber das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange... bei kürzeren Treppen nehme ich dann meistens drei Stufen auf einmal, sprich Treppen bis 12 Stufen sind für mich vier Schritte, und wenn die Treppe nicht zu steil ist, nehm ich ab und zu auch schon mal die ersten vier Stufen auf einmal...

Treppab ist es übrigends dasselbe. Zwei Stufen auf einmal sind standart, drei bei kürzeren Treppen auch drin, und vier Maximum... neulich habe ich mich auch schon mal an fünf auf einmal gewagt ;)...

Damit dürfte dann aber auch so langsam das Maximum erreicht sein.

Und natürlich mache ich das so nur, wenn ich keine Röcke trage ;)... im Rock sind zwei Stufen schon das höchste der Gefühle (ok, die ganz kurzen Röcke mal ausgenommen ;)...), und selbst das geht nicht mit jedem Rock.

Da beisst sich halt das frauliche mit dem sportlichen.

Die Leiterin der TI-Selbsthilfegruppe hat mir auch gleich beim ersten Treffen gesagt, ich sollte langsamer gehen, weil schnell zu gehen nicht weiblich wirkt, und dabei habe ich mich da schon sehr zurückgehalten, um sie nicht abzuhängen.

War mir schon klar, aber ich bin das schnell gehen einfach gewöhnt, und mag es auch, darauf will ich nicht verzichten, jedenfalls nicht immer. Ok, wenn ich im Rock und mit etwas unpraktischeren Schuhen unterwegs bin, dann werd ich auch etwas langsamer gehen, aber sonst nicht.

So wichtig es mir ist als Frau wargenommen zu werden, so wichtig ist es mir auch, fit und Gesund zu sein! Da muss ich einfach Kompromisse machen.

Ist recht witzig, zu vergleichen wie ich und anderen Treppen steigen. Ich bin ja schon zu Fuß viel schneller als praktisch alle anderen, aber bei den Treppen ist es extrem. Rolltreppen lasse ich ja meistens links liegen (außer ich habe es eilig und die Rolltreppe ist frei, oder wenn es keine Treppe gibt). Während also die anderen die Rolltreppe ist, nehme ich die Treppe nebenan, und bin überhole locker alle auf der Rolltreppe, sogar die, die auch auf der Rolltreppe weitergehen ;)...

Früher bin ich in S immer die Treppen von der S-Bahn nach oben gelaufen ohne Rolltreppe. Das hatte ich aber längere Zeit vernachlässigt, und vor kurzem bin ich jetzt mal wieder die Treppen so hoch gelaufen, und habe da doch deutlich gemerkt, daß ich offenbar gut in Form bin :). Wenn ich nicht so fit bin, dann bin ich oben doch ziemlich ausser Atem, sind eine Menge Stufen! Aber neulich hat mich das kaum ausser Atem gebracht :) *freu*.

Zumindest in Sachen Treppen bin ich derzeit so ziemlich in Bestform...

Soviel erstmal zu dem Thema.

Viele Grüße :)

Aurisa

P.S: das ist KEIN Widerspruch dazu, daß es mir momentan nicht so gut geht, weil ich ein wenig erkältet bin, FIT bin ich trotzdem, die Erkältung ist nicht so schlimm um mich da sehr zu behindern.

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10.August 2003: (Wo) bin ich drin?

Hallo ihr alle :),

tjaaa auf Anregung von Aiyana habe ich noch mal nach meinem Namen (Aurisa) gesucht, diesmal aber nur in den deutschsprachigen Seiten (danke Aiyana, war ein guter Tipp :), hätte ich auch wirklich selber drauf kommen können ;), aber man merkt halt, daß ich nicht wirklich sooo oft was suche ;)...).

Das Ergebnis waren diesmal nicht ein paar tausend sondern nur noch gut 500 Seiten, und damit wenig genug, damit ich sie alle mal durchklicken konnte, ich wollte doch wissen, ob es noch andere Aurisa's gibt.

Das Ergebnis war eindeutig: NEIN *freu* :)!

Zumindest im deutschsprachigen Internet scheine ich also die einzige Aurisa zu sein :). Sonst war Aurisa da nur noch als Abkürzung für dieses Australasian Informationssystem zu finden, aber das zählt nicht, erstens ist es ja nur ein Abkürzung, und zweitens geht es mir ja vor allem um andere Menschen.

Ich kann mir also was drauf einbilden, daß der Namen auf meinen Mist gewachsen ist ;).

Im alltäglichen Leben will ich ihn zwar gar nicht verwenden, ist ja bewusst mein dritter Vorname, aber gerade im Internet passt das gut, ist einfach einprägsamer als Klaudia... oder Conny...

Davon mal abgesehen habe ich beim durchblättern der Seiten (fast alle welchen wo ich mich verewigt habe), noch so einige neuen Erkenntnisse gewonnen.

Ich dachte ja, ich würde alle kennen, die mich in ihren Lieblingsblogs stehen haben. Ich stehe (danke Aiyana) inzwischen wieder bei 11 drin, und eben die habe ich auch in meinen Lieblingsblogs, jetzt habe ich entdeckt, daß ich ausserdem auch noch bei:

blogschrift, nachtsonne und senseless in den Lieblingsblogs stehe... sprich ich bin eigentlich in 14 Lieblingsblogs-Listen, da spinnt wohl mal wieder der Zähler bei 20six, ist ja nichts wirklich neues...

Bei blogschrift hatte ich glaube ich früher schon mal kurz vorbeigeklickt, aber sonst waren diese blogs mir bisher völlig unbekannt...

Außerdem habe ich noch eine kurze Bemerkung zu mir bei der weblog-reporterin Frau G gefunden...

Dornenreich, wo ich schon einmal zum kommentieren war ist für mich nicht mehr erreichbar, ich vermute mal, daß der Blog gelöscht wurde, schade :(.

Ja und dann rätsle ich momentan noch, warum ich als Suchergebnisse auch die Seiten von rosegallica und durcheinander bekommen habe, da stehe ich weder in den Lieblingsblogs, noch habe ich da jemals was geschrieben (die Seiten waren mir völlig neu), noch konnte ich da irgendwo meinen Namen finden... Hm, werd die beiden wohl mal fragen, vielleicht haben die ja eine Idee...

Das war es dann auch schon an neuen Erkenntnissen über mich und mein bloggiles leben hier ;), die anderen Seiten kannte ich schon.

Sonst habe ich nur noch eines gefunden: meine Registrierung bei seti at home... hm war am 21.April 2002, das Datum kann ich mir gut merken ;)... Bei seti at home geht es um die Suche nach ausserirdischem intelligenten Leben, nein nicht nach kleinen grünen Männchen in ihren fliegenden Untertassen ;), sondern gesucht werden Signale mittels Radioteleskopen, alles ganz seriös. Seti heißt übrigends: search for extrateresstrian intelligence, eben Suche nach ausserirdischen Intelligenzwesen, und das at home meint, daß man als privatmann/-frau dabei mit seinem Computer mithelfen kann. Man lädt sich dort ein Programm herunter, und mit dessen Hilfe werden auf dem eigenen PC ganz nebenher die Daten der Radioteleskope ausgewertet, und dann wieder an die zurückgesandt. Leider hat ET bisher noch nicht angerufen ;)...

Viele Grüße erstmal :)

Aurisa

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8.August 2003: Einmalig

Hallo ihr alle :),

tjaaa... wir alle sind doch einmalige Individuen... sollte man jedenfalls meinen.

Jetzt hatte ich zufällig vor kurzem bei Familienvater gelesen, daß er sich (in 20six) über Google gefunden hat...

Davon animiert hab ich spasseshalber mal unter Aurisa bei google gesucht... und was ist das Ergebnis:

2880 Treffer... ich glaub ich spinne. Da denke ich mir extra einen ganz neuen (dritten) Vornamen für mich aus, und dann sowas *meckermotz* ;)...

Na gut, die meisten Treffer scheinen sich auf ein gewisses Australasian Urban and Regional Information System Association (kurz: Aurisa) zu beziehen, also nicht auf den Namen einer anderen Person, aber hätten die sich keine andere Abkürzung ausdenken können *grummel* ;)?

Hm... bei der Gelegenheit hab ich dann auch gleich mal die anderen Namen nachgeschaut...

Auris (ohne -a): 41.600 Treffer... ups das sind ja doch deutlich mehr...

Klaudia: 70.900 Treffer... hm, noch mehr...

Claudia: 375.000 Treffer... hm also wenn ich mir das so anschaue, dann sind die 2880 Treffer bei Aurisa eigentlich gar nicht viel ;)...

Tja... ich denke mal, es dürfte mir ziemlich schwer fallen einen mir einen Namen auszudenken bei dem ich noch weniger Treffer bekomme UND der auch noch gut klingt... da dürfte Aurisa schon nahe am Optimum sein, bei über 6 Milliarden Menschen von denen die meisten ja auch nicht blöde sind, und einer nur begrenzten Kombinationsmöglichkeit der Buchstaben ist es sehr schwer sich etwas einmaliges auszudenken...

Einmalige Grüße :)

Aurisa

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